Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Europas jüngster Kunstreiter galoppiert in Borna durch die Manege
Region Borna Europas jüngster Kunstreiter galoppiert in Borna durch die Manege
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 02.03.2017
Der fünfjährige Diego tritt mit Fridolin auf, mit von der Partie auf dem Hartplatz ist auch Schneemann Olaf.  Quelle: Andreas Döring
Anzeige
Borna

 Er ist gerade fünf Jahre alt, zieht die Schuhe prinzipiell immer falsch herum an und ist der jüngste Kunstreiter Europas. Zudem ist Diego vom Circus Robini auch noch in Borna geboren worden und tritt ab Donnerstag auf dem Hartplatz auf.

Kein Wunder also, dass der erste Weg des Knirpses samt Eltern, Tanten, Onkeln, Nichten und Neffen zur Sana Klinik führte. Allerdings musste sich Diego damit begnügen, sein Geburtszimmer von der Straße aus zu suchen, denn Besuche von einstigen Neugeborenen sind kaum möglich, wenn schon die nächsten Säuglinge sozusagen in den Startlöchern stehen. Für seine Mutter Joana Schmidt ist Borna schon ein besonderer Ort, wenn der Zirkus hier gastiert. Zwar hatten sie vor fünf Jahren in Bad Lausick ihre Zelte aufgeschlagen, doch die einsetzenden Wehen führten sie schließlich in die Große Kreisstadt.

Fünf Jahre später hat Diego was vorzuweisen, was nicht nur die Zuschauer erstaunt, sondern auch seine Familie. Während sein Pony Fridolin durch die Manege galoppiert, schwingt er sich vom Boden aufs Pferd, vom Pferd runter, macht auf dem Rücken des gutmütigen Shettlandponys Übungen, die andere nicht einmal auf dem Boden schaffen würden. Mit knapp zwei Jahren saß er das erste Mal auf seinem Vierbeiner, schon damals war laut seiner Tante Romana Schmidt Robini das Talent zu erkennen. „Er hat zu der Zeit bereits Kunststücke gezeigt, die keiner von uns konnte“, erzählt sie. Sein Vater brachte ihm daraufhin noch weitere Kunststücke bei, so dass dann letztlich die Kunstreiternummer ins Show-Programm aufgenommen werden konnte.

Doch vor den Auftritten steht die Arbeit. Und die besteht nicht nur darin, regelmäßig zu trainieren, sondern auch, die Ponys zu füttern, die Boxen auszumisten und sich um die Ausrüstung zu kümmern. „Jeder bei uns hat Verantwortung für die Tiere“, sagt Mutter Joana, selbst Diegos zweijähriger Bruder müsse schon ran. Und der schickt sich an, Diego in Sachen Kunstreiten bald einzuholen. Sein Motto: Kein Tag ohne Pony. Vielleicht tritt er zukünftig mit Fridolin auf, denn Diego braucht bald ein etwas größeres Pferd.

Der Circus Robini schickt ab Donnerstag seine Besucher auf eine Reise ins Traumland. In der Cowboy- und Indianer-Show geht es in den Wilden Westen, mit den Kamelen in den Orient. Mit von der Partie ist auch Elsa, ein weißes – und daher eher seltenes – Exemplar des Paarhufers. Neben Tieren wie Kamelen, Ziegen und Chinesischen Kampfenten sind auch zahlreiche akrobatische Leistungen zu sehen. Für Spaß sorgen zudem die beiden Clowns Peppino und Pauli. Nicht zu vergessen: Schneemann Olaf, den es vom Eis in den Zirkus gezogen hat.

In achter Generation existiert der Circus Robini mittlerweile. Einst gastierte er unter den Namen Hein, Eros und Francello. Heute gehören die Familien Robini und Schmidt und damit 25 Artisten dazu. Die Show ist ab heute täglich bis Sonnabend um jeweils 17 Uhr auf dem Hartplatz zu sehen, am Sonntag öffnet sich um 14 Uhr das Zirkuszelt für die Besucher. Nächste Station ist dann der Festplatz in Zeitz, wo die Zelte vom 9. bis 12. März aufgeschlagen sind.

Von Julia Tonne

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Naturfreunde- und Heimatverein Groitzsch eröffnet am Freitag die Saison im Heimatmuseum der Stadt. Dabei ist erstmals die neue Schau „Wo früher die Groitzscher einkaufen gingen“ zu besichtigen. Ältere Einwohner werden sich an die damaligen Geschäfte erinnern, jüngere können erkennen, wie heutige Stadtansichten vor Jahrzehnten aussahen.

01.03.2017

Mit deutlicher Mehrheit hat der Gemeinderat von Neukieritzsch höhere Eintrittspreise für das Freibad beschlossen. Die Tageskarte kostet künftig für Erwachse 2,50, für Kinder 1,50 Euro. Zuletzt waren die Eintrittspreise vor fünf Jahren angehoben worden.

01.03.2017

Die Folklore-Tanzgruppe aus Böhlen ist die einzige aus ganz Sachsen, die in diesem Jahr zum europäischen Folklorefestival nach Finnland reist. Doch der Flug stellt die Tänzer um Trainerin Simone Viereder vor einige Herausforderungen.

01.03.2017
Anzeige