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Borna Ev Kunz ist die neue Chefin des Polizeireviers Borna
Region Borna Ev Kunz ist die neue Chefin des Polizeireviers Borna
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00:30 24.10.2015
Polizeirätin Ev Kunz (re.) leitet nun das Polizeirevier Borna, hier mit ihren Kollegen Hauptkommissar Michael Kabutke (li.) und Hauptkommissarin Jaqueline Kuhmeiser. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Die gebürtige Dresdnerin kommt frisch von der Hochschule der Polizei in Münster und ist hoch motiviert. "Es ist angedacht, dass ich eine Weile bleibe", sagte sie. Damit würde eine lang anhaltende Epoche enden, in der die Spitze des Bornaer Reviers von häufigen Wechseln geprägt war. In den zurückliegenden Jahren hatte mehrfach Michael Kabutke, Erster Polizeihauptkommissar, als Interimschef die Lücke an der Revierspitze gefüllt. Mit dem Einsatz von Kunz widmet er sich wieder als Chef dem Streifendienst.

Obwohl Kunz sich über die Versetzung von Leipzig nach Borna freut, ist sie sich der Herausforderung bewusst. "Das Revier hat ein riesiges Einzugsgebiet", stellte sie mit Blick auf die Karte in ihrem Dienstzimmer fest. Es grenzt im Norden an den Leipziger Süden, im Westen an den Saalekreis, im Süden an das Altenburger Land und im Osten an den ehemaligen Muldentalkreis. Neben Borna müssen die Kollegen des Reviers unter anderem Städte wie Zwenkau, Böhlen, Pegau, Groitzsch und Geithain im Visier haben. "Da gibt es ausreichend Konfliktpotenzial", sagte die Neue, die in einer Zeit nach Borna wechselt, da eine heftige Diskussion um die Sicherheit rund um Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber im Gang ist.

"Wir sichern die Unterkünfte, wenn die Flüchtlinge ankommen", erklärte die dunkelhaarige Frau in einem souveränen Ton. "In Borna ist es zur Zeit ruhig", so Kunz weiter. Die Kollegen des Reviers würden im Rahmen des Streifendienstes verstärkt Präsenz zeigen. Aber mit 170 Beschäftigten bewege sie sich in engen Grenzen. So habe letzten Sonntag das Spiel zwischen den Bornaer Fußballern und Roter Stern Leipzig abgesagt werden müssen. "Wegen der Demonstrationen in Leipzig bekamen wir keine zusätzlichen Einsatzkräfte", bedauerte die Revierchefin. Parallele Veranstaltungen hätten sie gezwungen, Prioritäten zu setzen. Mit Blick auf die dünne Personaldecke registriere sie jedoch wohlwollend die Signale von Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). "Ein Aussetzen des Personalabbaus würde die Situation entspannen", so die Revierleiterin.

Kunz ist bereits seit knapp zwanzig Jahren bei der Polizei. Nach einer dreijährigen Ausbildung zur Polizeimeisterin, die 1996 begann, stieg sie in den mittleren Polizeidienst ein. Ihre jüngste Dienststelle war die Bereitschaftspolizei in Leipzig. Die schlanke Frau treibt viel Sport, läuft lange Strecken und ist es gewöhnt, sich durchzusetzen. In den Kreis der Bornaer Belegschaft sei sie herzlich aufgenommen worden, erzählte sie. Trotz der männlichen Dominanz seien ihr keine Akzeptanzprobleme entgegengebracht worden. "Durch die Bereitschaftspolizei bin ich Härteres gewöhnt", sagte sie mit einem geheimnisvollen Lächeln.

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