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Borna Ex-Bürgermeister Werner hält an seiner Idee einer Stadthalle in Borna fest
Region Borna Ex-Bürgermeister Werner hält an seiner Idee einer Stadthalle in Borna fest
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08:00 01.09.2017
Lutz-Egmont Werner Quelle: Thomas Kube
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Borna

Es war ein überraschender Vorstoß, den der ehemalige Bornaer Bürgermeister Lutz-Egmont Werner (Freie Wähler Borna/FWB) in der letzten Stadtratssitzung unternommen hatte. Mit einem Antrag wollte er die Weichen zur Errichtung einer Stadthalle stellen – justament dort, wo der Discounter Aldi eine neue Filiale geplant hatte, was der Stadtrat bekanntlich abgelehnt hatte. Werners Antrag scheiterte letztlich aus formalen Gründen. Dennoch will der 72-Jährige, der als Fraktionsloser im Stadtrat sitzt, daran festhalten. Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) sieht dafür allerdings wenig Chancen.

Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke). Quelle: Jens Paul Taubert

Schon ein Bebauungsplan, wie er laut Werner Voraussetzung für den Bau einer Stadthalle ist, „kostet richtig Geld“, so Luedtke. Hinzu komme, dass das Areal an der Ecke Sachsenallee/Am Breiten Teich Hochwassergebiet ist. „Es hieß, dass Aldi hätte auf Stelzen bauen müssen.“ Eine Stadthalle an diesem Standort sei nicht möglich, auch weil es dort keine Parkplätze gebe. Die Oberbürgermeisterin: „Der Standort bleibt das, was im Masterplan vorgesehen ist – ein Parkplatz.“

Zugleich macht die Rathauschefin klar, „dass Borna eine Stadthalle braucht“. Und weiter: „Wir stellen immer wieder fest, dass das Stadtkulturhaus die falsche Größe hat“. Dieses, im Ursprung eine Turnhalle und nach Kriegsende Sitz eines ständigen Landkreistheaters und später auch Auftrittsort des heutigen Leipziger Symphonieorchesters, war das letzte Mal um die Jahrtausendwende umgebaut worden und existiert in seiner heutigen Form seit 2001. Allerdings, so die Stadtchefin weiter, gebe es in Borna noch ein anderes Problem, was Veranstaltungsorte anbelangt. „Eula hat ein Vereinshaus, aber in den Wyhrataler Orten gibt es nichts.“ Die „Schanze“ sei als Gasthof privat. Das Eulaer Vereinsdomizil sei „ein schönes Haus, aber da fehlen die Parkplätze“, was etwa bei den städtischen Neujahrsempfängen immer wieder festzustellen sei.

Vor allem aber gebe es für den Neubau einer Stadthalle, wie sie Ex-Bürgermeister Werner vorgeschlagen hatte, keine Fördermittel. Zudem, so Luedtke: „Da langt eine Million Euro nicht.“ Schon die Sanierung der Turnhalle Ost habe mit 2,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen, die Turnhalle Nord kostete gar acht Millionen Euro. Der Neubau einer Stadthalle komme auch so lange nicht in Frage, „bis alle vorhandenen Gebäude saniert sind“, womit Bauwerke gemeint sind, für die die Stadt zuständig ist. Abgesehen davon, dass das Museum, wie von Werner vorgeschlagen, im Stadtkulturhaus auch nicht genügend Platz hätte.

Werner hatte daran erinnert, dass der Bau einer Stadthalle „eine wichtige und richtige Wahlaussage der OBM“ gewesen sei. Er will daran festhalten: „Ich werde diese Idee weiter verfolgen.“ In Borna bestehe dringender Handlungsbedarf. „Wenn wir weitermachen wie bisher, verlieren wir unsere Funktion als Mittelzentrum und am Ende noch den Kreissitz.“

Von Nikos Natsidis

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