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Borna Ex-Deutzener kommt zum 80. Geburtstag in die alte Heimat
Region Borna Ex-Deutzener kommt zum 80. Geburtstag in die alte Heimat
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15:51 19.05.2015

Dort war er bis vor rund 60 Jahren ein vielseitiger und sehr erfolgreicher Sportler in der damaligen Betriebssportgemeinschaft Aktivist Deutzen.

Karl-Heinz Feiner, der Vorsitzende der Heimatgruppe Deutzen im Heimatverein Regis-Breitingen und Umgebung, will dem Gast einen herzlichen Empfang bereiten und hat sich seit einem halben Jahr auf den Besuch von Karl Schoenwitz vorbereitet. Damals hatte der nämlich den Wunsch geäußert, seiner Familie mit drei Kindern und den Enkelkindern seine alte Heimat zu zeigen. Dafür wird sich Feiner am Sonnabend mehrere Stunden Zeit nehmen.

In Deutzen war Schoenwitz am 10. September 1933 geboren worden. Von 1939 bis 1947 besuchte er die Volksschule. Seine berufliche Laufbahn begann wie für die meisten jungen Männer damals in der Braunkohle. Im Braunkohlenwerk Deutzen lernte er den Beruf eines Betriebselektrikers, hier fand er auch seine erste Anstellung.

Besonders der Sport hatte es dem jungen Karl Schoenwitz schon damals angetan, so dass er im Sportverein Aktivist Deutzen eine Heimat fand. Erst im Turnen, später als Handballer und schließlich beim Gewichtheben. In dieser Sportart erreichte er seine größten Erfolge. Er war Kreis-, Bezirks-, und Vizesachsenmeister und brachte es im Mittelgewicht bis zum DDR-Vizemeister der Jugend.

1953 siedelte Karl Schoenwitz nach Westdeutschland um. Dort heiratete er 1956 seine Frau Elfriede, mit der er sich in Ellwangen niederließ, wo er bis heute lebt. Er arbeitete in der Landwirtschaft, später als selbstständiger Elektromeister und als Ausbilder im Maschinenbau. Dem Sport ist er bis heute treu geblieben. 1999 übernahm er die Leitung einer Seniorensportgruppe. Sein persönlicher Ehrgeiz brachte ihn dazu, mit 78 Jahren Anfang 2012 noch die Prüfung für einen Übungsleiterschein abzulegen. Seitdem ist er in Baden-Württemberg "staatlich anerkannter nebenberuflicher Übungsleiter mit dem Profil Sport mit Älteren".

Nicht für Leibesübungen, sondern zum Feiern kommt Schoenwitz mit seiner Familie nun nach Sachsen. Im Gasthof Serbitz, wo die Familie Quartier bezogen hat, findet am Freitag die Geburtstagsfeier statt. Den Sonnabend will Karl Schoenwitz mit seinen Angehörigen in Deutzen verbringen. Vor allem den Kindern und Enkeln, ist Karl-Heinz Feiner überzeugt, dürfte sich eine bislang fremde Welt eröffnen, wenn sie sehen, wie Kohle in einem Tagebau abgebaut wird. Zum Besuchsprogramm gehört auch die Besichtigung der Ausstellung der Heimatgruppe zur Geschichte Deutzens in der Schule. Von zehn Uhr an sind dafür zwei Stunden eingeplant. In dieser Zeit könnten auch Deutzener, die Karl Schoenwitz vielleicht noch kennen, oder von ihm gehört haben, den Ex-Deutzener treffen. Der jedenfalls, so lässt Karl-Heinz Feiner durchblicken, würde sich über eine Begegnung mit ehemaligen Mitschülern oder Sportfreunden sehr freuen. Vielleicht auch am Nachmittag im Eiscafé Meißner.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.09.2013

Neumann, André

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