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Borna Ex-Landrätin läuft sich warm
Region Borna Ex-Landrätin läuft sich warm
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14:40 19.05.2015
Kommunalwahl 2014

Das ist das Ergebnis der jetzigen Nominierung der SPD-Kreistagskandidaten in Leipzig. Ob sich die frühere Kreischefin damit für den Landratswahlkampf 2015 warmläuft, lässt sie offiziell noch offen.

Köpping steht auf Platz eins der Kandidatenliste im Wahlkreis 4, der neben Borna auch Neukieritzsch, Deutzen und Regis-Breitingen umfasst. Platz zwei belegt der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagskandidat Oliver Urban. Prominente SPD-Kandidaten für den neuen Kreistag, der wie die Stadt- und Gemeinderäte am 25. Mai gewählt wird, sind der Markkleeberger Oberbürgermeister Karsten Schütze, der auch Vorsitzender der Kreistagsfraktion von SPD und Grünen ist (Wahlkreis 3/Markkleeberg und Ortsteile), der ehemalige SPD-Bundestagskandidat Harald Redepenning und der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Wieczorek (beide Wahlkreis 2/Böhlen, Zwenkau, Rötha, Espenhain) sowie der langjährige Bornaer Baubürgermeister Eberhard Kupfer, der im Wahlkreis 5 (Frohburg, Kohren-Sahlis, Geithain, Narsdorf) antritt.

Dass die frühere Landrätin Köpping gerade in Borna kandidiert, ist bestenfalls eine kleine Überraschung. "Ich hätte auch in Markkleeberg antreten können", sagt die 55-Jährige, die in der Stadt am Rand von Leipzig wohnt. Allerdings genoss die einstige Bürgermeisterin von Großpösna während ihrer Amtszeit als Landrätin in Borna besonders in der Kreisstadt große Popularität - nicht zuletzt auch deshalb, weil sie sich immer für den Kreissitz Borna stark machte. Bei den Landratswahlen 2008, die sie gegen den damaligen Grimmaer Landrat Gerhard Gey (CDU) verlor, kam sie in Borna auf beachtliche 86 Prozent. Dass Köpping jetzt in den Kreistag will, begründet sie damit, "dass ich den Kreissitz Borna stärken möchte". Außerdem ist sie davon überzeugt, dass sich bestimmte Dinge auf Landkreisebene voranbringen lassen, etwa bei der Wirtschaftsförderung oder der Entwicklung der Seenlandschaft. "Da möchte ich auch meine Erfahrungen in Dresden mit einbringen", sagt Köpping mit Blick auf den Umstand, dass Kommunen und Landkreise in Sachsen oftmals von den Beschlüssen der Staatsregierung betroffen seien.

Bleibt die Frage, die angesichts ihrer Kreistagskandidatur auf der Hand liegt: ob sie darin vor allem eine Aufwärmphase für einen erneuten Anlauf sieht, ins Landratsamt in der Bornaer Stauffenbergstraße einzuziehen. Dazu mag sie sich offiziell nicht äußern. "Ich möchte erst wissen, wer von der CDU antritt." Außerdem stehen vorher die Landtagswahlen an, und die SPD hofft, wieder als Juniorpartner in eine große Koalition mit der CDU in Dresden eintreten zu können. Dabei könnte womöglich eine Aufgabe für die SPD-Landtagsabgeordnete herausspringen. Allerdings hatte Köpping bereits vor einiger Zeit keinen Zweifel daran gelassen, dass es sie reizen würde, Nachfolgerin ihres Nachfolgers zu werden. Ein Reiz, den sie auch so beschreibt: "Ich habe diesen Kreis niemals losgelassen."

Alles in allem geht die SPD mit 72 Kandidaten in die Kreistagswahlen am 25. Mai. Aktuell besetzt die Partei 16 der 92 Sitze. Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, schicken die Sozialdemokraten eine Mischung aus erfahrenen und neuen Kräften ins Rennen. Auch in den fünf Wahlkreisen des Muldentals finden sich eine Reihe bekannter Namen. Mit Arno Jesse (Brandis), Uwe Weigelt (Lossatal) und Gabriela Lantzsch (Großpösna) zum Beispiel geht ein Bürgermeister-Trio ins Rennen. Auch Ex-Bürgermeister werfen den Hut in den Ring: Frank Mieszkalski (Brandis) und Osmar Brück, in Grimma Vorgänger von Matthias Berger.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2014
Nikos Natsidis/Heinrich Lillie

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