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Ex-Schweinemast soll verschwinden

Ex-Schweinemast soll verschwinden

Die ehemalige Schweinemastanlage Rötha soll endlich verschwinden. In diesem Punkt - ein Dauerbrenner in der finanziell klammen Stadt - herrscht fraktionsübergreifend absolute Einigkeit.

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Schandfleck Ex-Schweinemast.

Rötha. Die Stadträte brachten auf ihrer letzten Sitzung des Jahres Dienstag Abend einen entsprechenden Beschluss auf den Weg, um die Voraussetzungen für den Abriss zu schaffen.

Das brachliegende Areal beschäftigt die Stadt seit vielen Jahren. Der Schandfleck mit hohem Gefahrenpotenzial wurde zum Wahlkampfthema und blieb auch später immer wieder ein Ärgernis. „Seit vier, fünf Jahren schieben wir eine Entscheidung vor uns her", erinnerte Bürgermeister Ditmar Haym. Indes: Es scheiterte an der Förderung, die seinerzeit nicht geklärt gewesen sei. Jetzt ist die Situation zumindest finanziell klar. Der Abbruch landwirtschaftlicher Brachen sei förderfähig, fasste der Stadtchef das Resultat von Gesprächen mit dem Autobahnamt zusammen. Denn nach wie vor ist die Brache als grüne Ausgleichsfläche für die geplante Autobahn 72 vorgesehen.

Im Wege eines Ermächtigungsbeschlusses wird der Bürgermeister bei der Landesdirektion Leipzig einen Antrag auf Zuwendung zur Revitalisierung von Brachflächen stellen. Die Gelder werden für den Abriss der Hallen und die Entsorgung der asbestbelasteten Dächer verwendet. „Wir können uns das eigentlich nicht leisten", sagte Haym mit Blick auf den zu stemmenden Eigenanteil, der sich auf rund 75 000 Euro abzüglich Arbeitsleistungen belaufen könnte. Da aber Konsens herrsche, dass der Schandfleck weg muss, werde zu gegebener Zeit ein gesonderter Beschluss zum Eigenanteil zu fassen sein - nach Vorliegen der detaillierten Kostenaufstellung.

Zunächst wird Anfang des Jahres ein Antrag auf Förderung gestellt. Dafür sind Stellungnahmen diverser Ämter einzuholen - unter anderem zur Altlastensituation sowie zum Hochwasser- und Naturschutz. Auch eine Zustimmung des Alteigentümers beziehungsweise der Gläubigerbank ist nötig. Vor 2013 werde der Abriss nicht beginnen, bis 2014 soll er aber abgeschlossen sein, blickte Regina Kirsten vom städtischen Bauamt voraus. „Wir brauchen diese Zeit. Der größere Brocken wird die Finanzierung des Eigenanteils sein."

Stadtrat Uwe Wellmann (CDU) erinnerte in diesem Zusammenhang an die Problematik des Grundwasseranstiegs. Prognosen zufolge soll es noch einen halben Meter ansteigen. „Wir müssen die LMBV mit an den Tisch holen." Der Druck dürfe nicht nachlassen.

Stadtrat Hans-Joachim Keil (SPD) ist „erst einmal zufrieden, dass wir so weit gekommen sind". Er hofft wie alle anderen eines nicht mehr fernen Tages auf eine ordentliche Fläche. Momentan werfe das heruntergekommene und vermüllte Areal ein schlechtes Bild auf Rötha.

Saskia Grätz

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