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Borna Exotenschau in Groitzsch – Züchterverein sucht händeringend Nachwuchs
Region Borna Exotenschau in Groitzsch – Züchterverein sucht händeringend Nachwuchs
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00:19 11.10.2017
Exotenschau in der Turnhalle am Groitzscher Wasserturm: Der Vereinsvorsitzende Thomas Blüthner (li.) und Heinz Binninger hoffen, mit der Ausstellung interessierten Züchternachwuchs zu gewinnen. Quelle: Foto: René Beuckert
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Groitzsch

Eine farbenfrohe, exotische Fauna präsentierte die Groitzscher Sparte Ziergeflügel und Exoten am Wochenende in der Turnhalle am Wasserturm. Gerade die Vielfalt an Vögeln, die in der kleinen Ausstellung zu sehen war, zog die Besucherblicke auf sich.

Schon einige Tage vorher hatten die Vereinsmitglieder mit der Ausgestaltung der Halle begonnen, erläutert der Vorsitzende Thomas Blüthner, der im sachsen-anhaltinischen Traupitz (Elsteraue) zu Hause ist. „Mit der Unterstützung des Groitzscher Bauhofes, der den Hallenboden ausgelegt hat, ist es leichter, eine solche Schau am Leben zu erhalten. Die Vereinsmitglieder legen zwar tatkräftig mit Hand an, doch im Alleingang wäre eine solche Exotenschau kaum zu bewerkstelligen.“ Es sei vor allem die Vielfalt der Tiere, die den Besuchern gefalle und an einem Ort zu sehen ist, so der Experte.

Thomas Blüthner bedauert sehr, dass kaum noch junge Züchter nachrücken. „Die Interessengebiete sind jetzt abwechslungsreicher als damals und außerdem ziehen die jungen Leute der Arbeit nach“, stellte er fest und hat die Hoffnung, mit solchen Ausstellungen weitere Interessenten zu gewinnen, die Freude an der Zucht seltener Vögel haben. Als die Groitzscher damals zu DDR-Zeiten angefangen haben, gab es noch weniger exotische Vögel als jetzt. Seinerzeit waren die Züchter noch im Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) organisiert.

Heinz Binninger ist Mitstreiter der ersten Stunde und erinnert sich noch gut an die Zuchtanfänge in den 1960er Jahren. „Einige Interessierte haben sich damals bei einem Züchter für japanische Mövchen versammelt. Daraus ist die Idee für eigene Züchtungen dieser Art entstanden. Nach der Wende haben wir unseren eigenen Verein gegründet, dem jetzt 16 Mitglieder angehören“, sagt Binninger. Die Zucht exotischer Vögel übe bei ihm nach wie vor einen Reiz aus. Außenstehende vermuten nicht, dass sogar Tauben zu den Exoten zählen, doch Heinz Binninger kann das nur bestätigen. Er züchtet nämlich Fruchttauben.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonnabendmorgen trudelten die ersten Besucher in der Turnhalle ein. Rosmarie Götze beobachtete interessiert die exotischen Vögel in den Vollieren. „Ich bin Naturschützerin und betrachte solche Ausstellungen aus einem anderen Blickwinkel. Vor allem freut mich, dass hier Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern vorbeischauen. In unserer schnelllebigen Zeit haben immer weniger Menschen ein Auge für die Natur. Um so wichtiger sind solche Schauen, in denen die bunte Vogelwelt den Kindern nahegebracht wird“, hebt sie hervor. Auch zollte sie dem Groitzscher Verein Lob, der ihrer Meinung nach genau darauf achtet, dass mit Hilfe eines Absperrbandes vor den Vollieren die Vögel nicht gestört werden.

Von René Beuckert

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