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Borna Fahrkartenverkauf bis Jahresende
Region Borna Fahrkartenverkauf bis Jahresende
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19:48 08.02.2010
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Borna

Der Bornaer Bahnhof gilt dort als gute Anlage. In der Endlosgeschichte um einen Fahrkartenverkauf gilt jetzt eine neue Zielmarge. Bis Jahresende soll es einen geben. Das Projekt Bahnhof Borna gilt dem neuen Eigentümer als profitabel. Der hat den Bahnhof zu einem Preis weit unterhalb der Millionengrenze erworben und lobt die Belegung des Gebäudes. „Der Bahnhof ist fast vollständig vermietet“, sagt Geschäftsführer Siegfried Fernitz mit Blick auf das wesentliche Kriterium seines Unterneh- mens – die Rentabilität. „Wir wollen Geld durch Vermietung verdienen.“ Die Firma aus Dreieich bei Frankfurt ist eine Tochtergesellschaft der Patron Capital mit Sitz in London, ein Unternehmen, das europaweit agiert. In Borna gehört neben einem Ingenierbüro auch der Tüv zu den Mietern. Außerdem gibt es eine vermietete Wohnung und nicht zu vergessen die Bahnhofsgaststätte, die seit Kurzem einen neuen Betreiber hat. „Lediglich die Wartehalle ist noch frei“, sagt Fernitz weiter. Inwieweit es dort in Zukunft eine Bahnhofstoilette oder, seit nahezu zwei Jahren eine Leerstelle in Borna, einen Fahrkartenverkauf geben wird, ist noch unklar. Dass die Firma Main Asset Management, die den Bahnhof vor zwei Jahren von der Deutschen Bahn AG gekauft hat, selbst zum Betreiber einer öffentlichen Toilette wird, hält Geschäftsführer Fernitz schon aus ökonomischen Gründen für ausgeschlossen. „Stellen Sie sich mal vor, was wir an Kosten für Strom und Wasser hätten.“ Denkbar sei höchstens, die Sanitäranlage mit Hilfe der Kommune zu verpachten, wie es in anderen Orten der Fall sei. Dass die Eröffnung eines Fahrkartenschalters, an dem es auch noch andere Waren wie Zeitungen oder Lottoscheine geben müsste, bisher nicht zustande gekommen ist, liege an der Bahn AG. Da bestehe noch Klärungsbedarf, sagt Fernitz und betont, dass sein Unternehmen schon aus wirtschaftlichen Gründen ein großes Interesse an der vollständigen Vermietung des Bahnhofsgebäudes habe. Hier werden täglich etwa 1600 Passanten gezählt, eine Zahl, die mit Fahrkartenverkauf noch steigerungsfähig sei. „In diesem Jahr wollen wir das Problem klären.“ Bleibt die Frage nach den Öffnungszeiten des Gebäudes, das seit Inbetriebnahme der Bahnstation im Jahr 1904 genutzt wird. Immerhin hatte es vor einigen Wochen Beschwerden gegeben, dass das Haus gerade im tiefsten Winter geschlossen wurde und die Fahrgäste gezwungen seien, die Wartezeit auf den Zug auf den kalten Bahnsteigen zu verbringen. Das sei nicht mehr so , sagt Fernitz. Das Bahnhofsgebäude sei während der Öffnungszeiten der Bahnhofsgaststätte offen.

Nikos Natsidis

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