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Borna Fall Groitzsch: Staatsanwaltschaft will Gutachten von Augenzeugin des Mordes an Tino L.
Region Borna Fall Groitzsch: Staatsanwaltschaft will Gutachten von Augenzeugin des Mordes an Tino L.
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16:54 10.09.2010
Polizisten am Tatort in Groitzsch. Quelle: Günther Hunger
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Leipzig/Groitzsch

in Auftrag geben. Die Schwiegermutter des Getöteten hatte über ihren Anwalt Joachim Frömling verlautbart, dass sie bereits vor anderthalb Jahren im Rahmen der Ermittlungen Aussagen gemacht habe, die auf die Spur des mutmaßlichen Dreifachmörders Guido N.s hätten hinweisen können.

Das dementierte die Polizeidirektion Westsachsen am Freitag in einer entsprechenden Mitteilung und bestätigte damit gleichlautende Erklärungen der Staatsanwaltschaft Leipzig. „Die Zeugin Eva G. ist insgesamt achtmal zeugenschaftlich vernommen" worden. „Die Vernehmungen wurden sowohl unmittelbar nach der Tat, als auch im weiteren Verlauf der Ermittlungen mehrfach durchgeführt. Die letzte Vernehmung der Zeugin fand im Mai dieses Jahres statt.

Unmittelbar nach der Tat erfolgte zudem eine Tatortbegehung gemeinsam mit der Zeugin und Beamten der Ermittlungsgruppe, um Hinweise zum Tatablauf und zum möglichen Täter zu erlangen", schreibt die Ermittlungsbehörde. Im Ergebnis der Vernehmungen habe die Zeugin keine Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen gegeben, „auch nicht zu Guido N. und dessen Grundstück. Im Übrigen machte sie wiederholt widersprüchliche Angaben zur Sache und schilderte in ihren Vernehmungen jeweils unterschiedliche Varianten des Tathergangs", heißt es wörtlich in der Erklärung.

Weiter: „Erst im Zusammenhang mit den Presseveröffentlichungen am 1. September erhielten die ermittelnden Beamten davon Kenntnis, dass sich Frau G. und der Geschädigte Herr L. am 20. April 2009 im jetzigen Tatobjekt in der Langendorfer Straße aufgehalten haben. Diese Tatsache wurde erst im Zuge einer weiteren Zeugenvernehmung in den Ermittlungsvorgang eingebracht." Es wird gemutmaßt, dass der Getötete und die Zeugin auf dem Gelände nach Altmetall suchten.

Aufgrund der Widersprüche in G.s Aussagen beantragte die Staatsanwaltschaft Leipzig die Erstellung eines psychologischen Gutachtens von G.. Deren Anwalt Joachim Frömling hatte gegenüber der LVZ erklärt, dass er im laufenden Verfahren Schadenersatzforderungen für seine Mandantin geltend machen wird.

Thomas Lieb

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