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Borna Familie will über 200 Jahre altes Fachwerkhaus in Groitzsch sanieren
Region Borna Familie will über 200 Jahre altes Fachwerkhaus in Groitzsch sanieren
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18:35 12.02.2018
Katrin und Andreas Gottschling möchten das über 200 Jahre alte Umgebindehaus in der Altenburger Straße 13 denkmalgerecht sanieren. Quelle: Jens Paul Taubert
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Groitzsch

Etwas verborgen, aber doch mitten in der Stadt liegt das denkmalgeschützte Umgebindehaus von Katrin (50) und Andreas Gottschling (52). Für das Paar war es Liebe auf den zweiten Blick. „Eigentlich hatten wir mit einem anderen Objekt in der Angergasse geliebäugelt“, erzählt die Groitzscherin, die beruflich in der IT-Branche tätig ist und wie ihr Mann ein Herz für historische Gebäude hat. „Durch Zufall sind wir dann auf das Haus in der Altenburger Straße 13 gestoßen und es hat uns nicht mehr losgelassen.“ Beste Innenstadtlage, ein 1200 Quadratmeter großes Grundstück mit viel Grün, der Geist der Jahrhunderte – viele Argumente sprachen für das leerstehende Wohnhaus, dessen wahre Schönheit noch unter Putz liegt.

Es war Liebe auf den zweiten Blick: Nach reichlichen Überlegungen kauften Katrin und Andreas Gottschling Anfang 2017 das Umgebindehaus in der Altenburger Straße 13 in Groitzsch und wollen es nun denkmalgerecht sanieren. Dafür hofft das Paar auf Fördermittel.

Fast ein Jahr lang ließen sich die Gottschlings Zeit zum Überlegen, wägten alle Eventualitäten und Möglichkeiten ab – und setzten schließlich im Januar 2017 ihre Unterschriften unter den Kaufvertrag mit der Erbengemeinschaft. Mit Fördermitteln will das Paar nun die Immobilie aus ihrem Dornröschenschlaf wecken und dort selbst einmal einziehen. Der erste Fördermittelantrag ist bereits gestellt, sagt Katrin Gottschling, der zweite Antrag folgt im April, Mai dieses Jahres. „Im Moment steht über allem ein großes Fragezeichen“, üben sie sich in Geduld, „aber wir hoffen auf einen positiven Bescheid, und dann kann es losgehen.“

Bis auf ein paar Sicherungsarbeiten an der Statik und Voruntersuchungen zur Bausubstanz sind den Eigentümern derzeit die Hände gebunden. „Das Warten ist das Schlimmste“, meint Andreas Gottschling, der als Heizungs- und Sanitärmonteur tätig ist und lieber heute als morgen loslegen möchte. „Bevor die Genehmigungen nicht erteilt sind, dürfen wir nicht beginnen.“ Das Paar rechnet mit anderthalb bis zwei Jahren Bauzeit, wenn alles gut geht.

Herzstück des zweigeschossigen Umgebindehauses ist die Bohlenstube im Erdgeschoss, die einmal das Wohnzimmer der Familie werden soll. Ein Gewölbekeller, Farbbefunde an einer Wand im Obergeschoss, alte Ofenkacheln und ein Türsturz mit der Jahreszahl 1801 künden ebenfalls vom Charme des Vergangenen und wurden interessierten Gästen schon zum Denkmalstag im vergangenen Jahr vorgeführt. „Unsere Architektin schätzt die Bauzeit sogar noch früher ein, etwa in die Zeit zwischen 1750 bis 1800“, erzählt Katrin Gottschling mit Blick auf eine Zeichnung, wie ihr neues Zuhause einmal aussehen könnte. Das Abenteuer kann beginnen.

Von Kathrin Haase

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