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Borna Familien fragen: Wo bleibt der Spielplatz?
Region Borna Familien fragen: Wo bleibt der Spielplatz?
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04:54 11.07.2018
Stadtrat Jörg Zetzsche (r.) und Unternehmer Maik Nowotny haben 2014 die Flächen auf dem Spielplatz in Breitingen ausgemessen, um den Sandbedarf zu ermitteln. Junge Familien vermissen jetzt die verschwundene Anlage, die der neuen Kindertagesstätte weichen musste. Quelle: André Neumann
Regis-Breitingen

Eine neue schöne Kindertagesstätte hat der Stadtteil Breitingen Ende November bekommen. Im Verbund mit der 2012 eröffneten Grundschule, der 2001 eingeweihten Sporthalle und dem 2006 modernisierten Stadion passt das hervorragend, finden auch viele Anwohner. Was hier trotzdem vor allem junge Familien stört, ist das Fehlen eines öffentlichen Kinderspielplatzes im „Neubau“, wie das angrenzende Wohngebiet genannt wird. Für den Kita-Bau hatte eine solche Anlage weichen müssen.

Familien vermissen den Spielplatz

„Natürlich haben wird den häufig genutzt“, sagt jetzt Thomas Weiser. Seine Tochter ist sieben Jahre, der Sohn wird drei. „Das war nur ein kurzer Weg“, so der Zugezogene, der im Wohngebiet „Am Wäldchen“, auch „Neu-Heuersdorf“ genannt, zu Hause ist. „Im Bebauungsplan für unseren Bereich stand zwar ein Spielplatz drin, doch der wurde nicht errichtet. Was ja nicht so schlimm war, als es den anderen gegenüber der Sporthalle noch gab.“ Es sei doch angekündigt gewesen, dass die für den Kita-Bau demontierten Geräte wiederkommen. „Warum passiert das denn nicht?“, fragt Weiser.

Bei der Oma seiner Kinder in Haselbach (Kreis Altenburger Land) gebe es einen richtig schönen Spielplatz. „Warum geht das in unserer Stadt nicht?“ Wobei er von der neuen Anlage in der Kirchstraße, nahe dem Rathaus, sowie von der im „Kuchenstück“ Regis-Nord weiß. Aber die seien für einen schnellen Besuch einfach zu weit weg.

Wunsch: Spielgelegenheit in der Nähe

Das sieht Franziska Fichtner ebenso. Sie wünsche sich etwas in der Nähe. Damit die Kinder mal allein spielen gehen können. Selbst wenn es für ihren Sohn bis dahin noch eine Weile dauert; er ist erst fünf Monate. „Eine Schaukel, eine Rutsche, etwas zum Klettern – mehr ist doch nicht nötig. Platz ist hier genug“, sagt sie. „Und Bäume spenden Schatten.“

Um den verschwundenen Spielplatz hatte sich in der Vergangenheit nach Elternkritik am Zustand CDU-Stadtrat Jörg Zetsche bemüht. 2014 hatte er mit Müttern, Vätern und einer Firma für neuen An­strich und frischen Sand gesorgt. Netze für Fußballtore waren vom Bauhof gekommen. Ein Volleyballnetz hatten Zetzsches Parteifreunde, ein weiteres später der Initiator selbst gestiftet.

Spielplatz sollte noch dieses Jahr wieder eingerichtet werden

Ende 2016 hatte er in der Ratssitzung den Wiederaufbau der Anlage fürs Frühjahr angeregt. Bürgermeister Wolfram Lenk (Die Linke) hatte eine Prüfung zugesagt. Vor Ort änderte sich jedoch über ein Jahr nichts, sodass sich in der Bürgerfragestunde vor knapp drei Monaten eine Einwohnerin danach erkundigte. Lenk sagte da, dass der Spielplatz „noch 2018 wieder dahin kommt“.

Bürgermeister: Auftrag vergeben

Am Dienstag hat er das präzisiert. Der Auftrag für Gründung und neuen Sand sei an eine Firma vergeben. Zwar sei noch kein Termin abgestimmt, doch werde das „sicherlich wohl noch im Sommer zu schaffen sein“. Teilweise werde auch der Bauhof aktiv. Es werden Tischtennisplatten und zwei Feder-Geräte (Schaukeltiere) aufgestellt, ein Sandkasten angelegt und die Netzschaukel aufgebaut sowie ein neues Volleyballnetz besorgt. Bolzplatz und Rutsche am Hang seien ja vorhanden.

Von Olaf Krenz

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