Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Fast 40 Jungstörche in der Region
Region Borna Fast 40 Jungstörche in der Region
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:54 11.09.2018
Zum Pegauer Storchenpaar gehörte anfangs ein aus Geithain stammendes Männchen (l.). Vor Brutbeginn wurde er offenbar von einem Rivalen vertrieben. Quelle: Olaf Becher
Borna/Geithain

Die Störche haben sich rund um Borna und Geithain schon rar gemacht. Überaus zeitig verabschiedeten sich diesmal die meisten von ihnen aus der Region, was wohl nicht unbedingt dem heißen Sommer, sondern eher der lang anhaltenden Trockenheit und somit der Futterknappheit zuzuschreiben ist.

Storchenbetreuer sind zufrieden

Dennoch sind die verantwortlichen Weißstorchenbetreuer Andreas Fischer (Altkreis Borna) und Jens Frank (Region Geithain) mit der diesjährigen Bilanz sowohl bei der Anzahl der Brutpaare als auch bei den ausgeflogenen Jungstörchen durchaus zufrieden.

„Mit neun Brutpaaren und 21 flügge gewordenen Jungstörchen zählt dieses Jahr trotz des Jahrhundertsommers gemeinsam mit 1998 zu dem besten Jahr in der Geithainer Storchengeschichte“, berichtet Frank.

Gute Geithainer Storchenbilanz

Seiner Statistik zufolge gab es in Syhra sogar eine seltene Brut mit vier Jungstörchen. Jeweils drei junge Adebare flogen in Niedergräfenhain, vom Schornstein der Geithainer Mosterei, in Prießnitz und Frohburg aus. Im Geithainer Altdorf und in Jahnshain wuchsen je zwei kleine Klapperer heran.

In Frauendorf brüteten die Rotschnäbel dagegen erstmals und zogen einen Jungvogel auf. Anhand seines Markierungsringes konnte das dortige Männchen sogar identifiziert werden. Der Storch schlüpfte vor vier Jahren in Prießnitz.

Recht gute Bilanz auch im Altkreis Borna

Andreas Fischer kann im Altkreis Borna von sechs Brutpaaren und 17 Jungstörchen berichten. Dabei kamen die ersten Weißstörche bereits recht früh aus ihren wohl spanischen Winterquartieren zurück und wurden in Thräna (30. Januar) und Groitzsch (23. Februar) vom deutschen Spätwinter überrascht. Doch die majestätischen Großvögel sind nicht nur hohe Temperaturen im Sommer gewöhnt, sondern meisterten auch Schnee und Frostnächte bis minus 15 Grad.

Blick ins Groitzscher Storchennest. Ein Altvogel bewachte im Juni noch die drei Jungstörche, die zusammengekuschelt auf die nächste Nahrungsration von den Eltern warteten. Quelle: Olaf Becher

Die Brut im Frühjahr verlief dann ohne größere Unwetterereignisse. Im Nest von Thräna gab es die meisten Jungstörche. Hier konnte man über die Webcam vier Adebare aufwachsen sehen. In Groitzsch und in Saasdorf saßen anfangs ebenfalls vier Jungvögel im Horst. Doch jeweils ein kleiner Nestling schaffte es nicht. So verließen wie in Großzössen nur drei Jungstörche die Kinderstube. In Oelzschau sowie Pegau klapperten je zwei Schwarzschnäbel. Bei der Beringung fanden die Ornithologen zudem in der Elsterstadt noch zwei unbefruchtete Eier.

Einer der Saasdorfer Altstörche hält in den Wiesen der Elsteraue Ausschau nach Futter. Die Störche verließen am 15. August ihr Nest und flogen ins Winterquartier ab.  Quelle: Olaf Becher

Das im letzten Jahr erstmals erfolgreich bebrütete Nest auf der Bornaer Kirche St. Marien erlebte diesmal nur Besuche von einem Einzelstorch. Die Storchendame von 2017 siedelte sich jetzt lieber in Großzössen an und suchte sich einen neuen Partner. Auch die anderen Stammnester in Kleinprießligk und Rötha blieben bis auf kurze Stippvisiten leer.

„Trotzdem war es ein rundum gutes Jahr ohne größere Störungen. Die Saison gab sich kurz aber erfolgreich“, brachte es Fischer auf den Punkt.

Bleibt zu hoffen, dass alle Störche die Strapazen der langen Reise ins Winterquartier gut überstehen und im kommenden Jahr zahlreich zurückkehren.

Von Olaf Becher

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Endspurt auf der Baustelle in der August-Bebel-Straße in Deutzen. Ist die Behelfszufahrt zurückgebaut, rollt der Verkehr über eine umgebaute Einmündung in die Staatsstraße 50.

10.09.2018

In der Gerichtsverhandlung gegen einen polnischen Staatsbürger, dem vorgeworfen wird, mit Komplizen eine Cannabis-Indoorplantage in Borna betrieben zu haben, soll am Mittwoch das Urteil gesprochen werden. Eine Spezialeinheit des LKA hatte die Zuchtanlage im Januar gestürmt. 3000 Marihuanapflanzen standen dort kurz vor der Ernte.

10.09.2018

Ob Neukieritzsch, Borna oder Rötha: Fast jede Stadt hat mindestens eine Partnerstadt. In Rötha waren jetzt Gäste aus dem baden-württembergischen Murrhardt zu Besuch. Für beide Seiten ist es „Diplomatie an der Basis“.

13.09.2018