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Borna Fastfood und Globalisierung
Region Borna Fastfood und Globalisierung
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16:04 23.04.2010
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Böhlen

Mit einem Projekt, das monatlich Veranstaltungen anbot, bewirbt sich die Bildungsstätte im Wettbewerb „Bildung und Gesundheit“, der von AOKplus und Bildungsagentur Leipzig ins Leben gerufen wurde.   Etliche Berufsschüler kommen mit dem Auto oder dem Motorrad zum Unterricht. Der Verkehrssicherheitstag gab ganz praktische Anschauung, wie ein Gurt wirkt, welche Kräfte bei einem Aufprall wirken, wie die Reaktionsfähigkeit im Rausch nachlässt. Ein Unfall vor der Schule sei Anlass gewesen, auch in diesem Bereich mehr Prävention anzubieten, erläuterte Schulsozialarbeiter Henrik Frost. An einem anderen Tag ging es um Sexualität, Verhütung und Aids – Fragen, die Mädchen und Jungen separat besprachen. Ein weiterer Bereich, der in vielen Facetten behandelt wurde, ist gesunde Ernährung. Dabei ging es um ein gesundes Frühstück, das für viele junge Leute ein Fremdwort ist. Um leckere Gerichte fernab von Fastfood, die selbst gekocht und dann natürlich auch gemeinsam gegessen wurden. Der Zuckergehalt in Lebensmitteln (eine 250 Gramm Tüte Gummibärchen enthält beispielsweise 64 Stück Würfelzucker!), war ebenso Thema wie gesunde Kost und Bewegung. „Mit dem Fitnessraum, der mit Fördergeldern nach und nach erweitert wurde, können wir recht zufrieden sein“, sagte Sportlehrer Horst Wagner. Ein Theaterprojekt mit echten Schauspielern bediente ein gegenwärtiges Phänomen wie Mobbing, die Schulkinowoche sensibilisierte mit Filmen zu Auswirkungen von Fastfood und Globalisierung, die zum Transport von Lebensmitteln weltweit führt. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit Drogen, besuchten die Buchmesse und das Panometer von Asisi in Leipzig, das sich Amazonien widmet. Schließlich ging es um die Natur, die Überfischung der Weltmeere bis hin zu alltäglichen Dingen wie Mülltrennung. Bereits das dritte Mal gab es ein solches Projekt am BSZ, das Unterstützung in vielen Lebenslagen geben möchte. „Wenn wir mit so einer Maßnahme Spuren bei den Schülern hinterlassen, dann haben wir schon viel erreicht“, sagte Lehrer Olaf Bellmann. Einiges ist offenbar hängen geblieben. Philipp (17) fand den Drogentag gut, weil er etwas dazu gelernt habe. Andrea (17) erinnert sich an die interessante Sexualaufklärung, die für sie neue Informationen umfasste. Olivia (16) hat das Kochen am besten gefallen. „Fastfood ist nicht mein Ding, da nehme ich zu“, erzählte die junge Frau. Der von AOK Plus und Bildungsagentur Leipzig ins Leben gerufene Wettbewerb schließt neben Berufsschulen erstmals auch Gymnasien des Regierungsbezirks mit ein. 18 Bewerber stellen sich mit ihren Projekten einer Jury, die aus Vertretern der Bildungsagentur, Gesundheitsamt Leipzig, IHK und Wirtschaft besteht. Am 8. Juni werden die Preise (insgesamt 10 000 Euro) im Rathaus Leipzig vergeben. Das BSZ hofft auf einen Erfolg.  

Saskia Grätz

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