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Fehlende Auskünfte in Witznitz

Fehlende Auskünfte in Witznitz

Die ambitionierte Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Brikettfabrik Witznitz ist in die Kritik geraten. Speziell Linken-Stadtratsfraktionschef Gunther Sachse nimmt die Schau in dem ehemaligen Industriegebäude unter Beschuss.

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Ein-Euro-Jobber als Ausstellungsbetreuer: Michael Otto, Albina Salachutdinowa und Sebastian Prager (v.l.) arbeiten in der Ausstellung "Tage.Bau.Land.Schaff(t)en. - Brikettfabrik Witznitz 1913 bis 2013", die derzeit in der ehemaligen Brikettfabrik zu besichtigen ist.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Vor allem der Wegfall Tausender Arbeitsplätze spiele in der Schau keine wesentliche Rolle. Bürgermeister Frank Stengel, sozusagen der städtische Ausstellungsmacher, verteidigt die Schau.

Es ist zweifellos die bedeutendste Schau seit längerer Zeit, die sich dem Thema Bergbau in Borna seit längerer Zeit widmet. Unter dem Titel "Tage.Bau.Land.Schaff(ten" geht es seit Pfingsten in der ehemaligen Brikettfabrik um deren Geschichte sowie um die Geschichte in der Region. Die Schau entstand unter Mitwirkung von Vereinen wie dem Heimatverein des Bornaer Landes und des Museums sowie Privatpersonen unter Regie der Stadt. Bürgermeister Stengel sieht die Ausstellung, die Besuchern bis zum 14. Juli offensteht, als eine Basis für die geplante Errichtung eines Bergbau-Dokumentationszentrums. Kostenpunkt: insgesamt 30 000 Euro, von denen ein Drittel aus den Töpfe des Kulturraums stammt.

"Das Geld habe ich jedenfalls nicht gesehen", zürnt Sachse, der die Schau unter die Lupe genommen hat. Die Modelle stehen in der Halle auf Europaletten, und das gefällt dem passionierten Modelleisenbahner mit eigener Ausstellungserfahrung überhaupt nicht. Wenn er und seine Modellbahner ihre Platten zeigen, stehen die auf ordentlichen Blöcken, die mit Tüchern umspannt sind. Zwar gebe es einiges zu sehen; dem Umstand, "dass im Bergbau 20 000 Arbeitsplätze verloren gegangen sind", widme sich die Schau aber viel zu wenig. Was Sachse ganz besonders fuchst: dass er nur unkundigem Personal in Witznitz begegnet ist, bei dem es sich um Ein-Euro-Jobber handelte. Erläuterungen habe er als Besucher dort nicht bekommen.

Das allerdings, sagt Bürgermeister Stengel, sei durchaus gewollt. Es gebe eine Vereinbarung mit der Arbeitslosen- und Sozialhilfeinitiative Leipzig, die den auch den einstmals als Obdachlosentreff bekannten heutigen Bürgertreff in der Schulstraße betreibt. Wenn Besucher Erklärungen wünschten, seien Führungen möglich, für die sie sich aber vorher anmelden müssten.

Stengel erklärt, in der Schau gehe es nicht nur um die Witznitzer Brikettfabrik. Vielmehr hätten die Ausstellungsmacher die gesamte Region im Blick gehabt.

Er verweist außerdem darauf, "dass die Generation, die den Bergbau noch aktiv erlebt hat, langsam in die Jahre kommt". Stengel wünscht sich deshalb, dass Leute den Ausstellungsmachern Erinnerungsstücke aus der Bergbauzeit zur Verfügung stellen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.06.2013

Nikos Natsidis

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