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Borna Feinstaubbelastung: Grenzwert in Borna 2016 bisher an fünf Tagen erreicht
Region Borna Feinstaubbelastung: Grenzwert in Borna 2016 bisher an fünf Tagen erreicht
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11:23 21.07.2016
Die Station zur Feinstaubmessung an der Bornaer Sachsenallee ist eine von 29 im Freistaat und die einzige im Landkreis. Quelle: Foto: Jens Paul Taubert
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Borna

An fünf Tagen sind in diesem Jahr bisher in Borna die zulässigen Grenzwerte für Feinstaub von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter übertroffen worden. Dies gilt nicht als dramatisch, macht Sprecherin Kathrin Bernhardt vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) klar. Die Behörde lässt die Werte in der Sachsenallee messen. Die Station ist eine von insgesamt 29 im Freistaat und die einzige im Landkreis Leipzig.

Zwar befindet sich die Messanlage an der Bundesstraße 93, die Zahl der Tage, an denen der zulässige Grenzwert überschritten wird, geht aber in der Tendenz des letzten halben Jahrzehnts zurück. Wurde diese Marke in Borna im Jahr 2011 noch an 32 Tagen erreicht, waren es im vorigen Jahr lediglich noch zehn Tage. Allerdings ist die Entwicklung keineswegs linear, sodass vor zwei Jahren an 29 Tagen Grenzwertüberschreitungen registriert wurden – nach 18 beziehungsweise 20 in den beiden Jahren zuvor. LfULG-Sprecherin Bernhardt erklärt dazu, dass die Feinstaubbelastung eben nicht nur vom Straßenverkehr, sondern auch vom Wetter abhängt. Und generell gelte, dass die Feinstaubbelastung im Winter höher liege, etwa bei Nebel, als in der warmen Jahreszeit.

Die Borna am nächsten gelegenen Messstationen befinden sich an der Lützener Straße sowie an der Gerberstraße in Leipzig sowie in Schkeuditz und Eilenburg. Auch auf dem Collm bei Oschatz, wo von einer feinstauberzeugenden Verkehrsbelastung wahrlich nicht die Rede sein kann. Auf der höchsten Erhebung in Sachsen, dem Fichtelberg, wird ebenfalls der Feinstaubanteil der Luft untersucht. Bernhardt räumt aber ein, dass die Luftmessstationen in Sachsen keineswegs in einer hohen Dichte vorhanden sind. „Die Bevölkerung muss dennoch nicht in Sorge sein, weil auch dort, wo wir nicht messen, die Feinstaubbelastung mit einer mathematischen Modellmethode ermittelt werden kann.“ Und mit Ausnahme des Ballungsraumes Leipzig gebe es in der Region keine gefährlichen Grenzwertüberschreitungen. Kritisch werde es, wenn der Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter an mehr als 35 Tagen im Jahr übertroffen wird.

Generell bleibe die Feinstaubbelastung allerdings ein Problem. Unter Feinstaub verstehen Fachleute ein komplexes Gemisch aus festen und flüssigen Teilchen, die vor allem von Menschen erzeugt und beeinflusst werden, neben Kraftfahrzeugen etwa mit Kraftwerken, Öfen und Heizungen in Wohngebäuden, aber auch bei der Metall- und Stahlerzeugung. Feinstaub kann nach Angaben von Experten beim Menschen in Bronchien und sogar bis in das Lungengewebe sowie den Blutkreislauf eindringen. Mögliche Schädigungen sind Schleimhautreizungen und Entzündungen der Luftröhre bis hin zu Schäden des vegetativen Nervensystems.

Von Nikos Natsidis

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