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Borna Fest in Böhlen: 800 Kinder und Jugendliche präsentieren Musik aus aller Welt
Region Borna Fest in Böhlen: 800 Kinder und Jugendliche präsentieren Musik aus aller Welt
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10:25 06.06.2016
Musikschulfest am Sonnabend im Kulturhaus Böhlen. Quelle: Roger Dietze
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Böhlen

Im Böhlener Kulturhaus hat die Musik zwar eine Heimat, die Klänge eines Alphorns indes dürften selbst in den Räumlichkeiten des altehrwürdigen Veranstaltungsgebäudes so oft bislang noch nicht zu hören gewesen sein. Möglicherweise sorgte Kerstin Spreer, Hornistin an der Musik- und Kunstschule „Ottmar Gerster“ am Sonnabend im Rahmen des unter dem Motto „Musik aus aller Welt“ stehenden Musikschulfestes sogar für eine Premiere, indem sie das reichlich vier Meter lange traditionelle Blasinstrument der Eidgenossen im Kulturhaus-Foyer zum Erklingen brachte. „Normaleweise tue ich dies nur in den eigenen vier Wänden, um zur Ruhe zu finden“, verriet die Musikerin.

Im Kulturhaus am Sonnabendnachmittag Ruhe zu finden, war demgegenüber eher schwierig, hatte die Musikschule doch den experimentierfreudigen musikalischen Nachwuchs aus der Region unter anderem unter dem Stichwort „Percussion aus aller Welt“ in den großen Saal zur Formierung eines „Schrottensembles“ eingeladen, welches mittels ausrangierter Kochtöpfe, Pfannen, Backbleche sowie weiterer sich zum Trommeln eignenden Gerätschaften wie Regenrohren und Plastiktonnen Klänge erzeugte.

Nicht minder geräuschvoll ging es im Foyer zu, in welchem auf einer Bastelstraße Trommeln und Rasseln unter den geschickten Händen des Nachwuchses entstanden. Auch jenes Nachwuchses, der seine Wurzeln unter anderem in Syrien, dem Irak und in Afghanistan hat. Denn die Musikschule hatte anlässlich des diesjährigen Mottos der Veranstaltung wie auch als Reaktion auf die gesellschaftlichen Ereignisse der jüngsten Vergangenheit Schülerinnen und Schüler aus „Deutsch als Zweitsprache“-Klassen aus Borna, Rötha, Markkleeberg und Kühren (bei Wurzen) eingeladen.

„Grundsätzlich ist das Motto ‚Weltmusik’ an unserer Musikschule immer aktuell, weil unsere Schülerinnen und Schüler mit großer Selbstverständlichkeit Rock ’n’ Roll ebenso wie Samba spielen. Für Kinder mit einem Migrationshintergrund bietet sich diese Einladung deshalb an, weil bei musikalischen Angeboten das Thema Sprache nicht im Vordergrund steht“, erzählte Musikschulleiter Klaus-Dieter Anders, dem zufolge die Einladung der DAZ-Klassen keine Eintagsfliege bleiben soll. „Wir arbeiten vielmehr an dauerhaften Angeboten, wobei es dabei für uns wichtig ist, diese in die in den einzelnen Bildungseinrichtungen vorhandenen Strukturen einzubinden“, so Anders, der vorgestern gemeinsam mit den Kulturhaus-Besuchern gut 800 Kinder und Jugendliche bei diversen künstlerischen Aktivitäten erleben konnte.

Unter anderem spielte das Gitarrenensemble unter dem Motto „Guitarra en América“ auf, gaben die Mitglieder des Fachbereichs Streicher ein Konzert mit dem Titel „Zirkus und Karneval“ und präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer der Musikschule das Programm „Hier und dort und anderswo – von Tanzwelten und Weltentänzern“. Insgesamt absolvieren rund 2400 Kinder und Jugendliche an den verschiedenen Standorten der Musikschule eine künstlerische Ausbildung. „Unsere Angebote sind nach wie vor sehr stark nachgefragt“, so Klaus-Dieter Anders, der in diesem Schuljahr zwei neue Klangkörper präsentieren kann. Zum einen eine Bigband, zum anderen ein in Markkleeberg probendes Symphonieorchester.

Von Roger Dietze

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