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Fest wächst über den Park hinaus

Fest wächst über den Park hinaus

Heimatverein und Schützen, MSC Frohburger Dreieck und Highlander, Feuerwehr und Gemischter Chor: Sie alle und noch viele andere waren vorgestern in Frohburg zu erleben.

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Mit Tänzen begeisterten die Kindergarten-Steppkes im Schlosshof Eltern, Großeltern und andere Festbesucher.

Quelle: Thomas Kube

Frohburg. Sie sorgten dafür, dass die Premiere des Schloss- und Vereinsfestes zu einem Erfolg wurde. Viele Besucher waren tagsüber zwischen Schlosspark und altem Brauhaus unterwegs. Abends konnte der romantische Hof des Schlosses die Konzert-Gäste kaum fassen.

Bemerkenswert sei die Fülle der Frohburger Vereine, meinte Friedrich Bull: "Manche kannte ich gar nicht." Seit vorgestern ist das anders, denn viele, die für ein anregendes Leben in der Stadt und den Ortsteilen sorgen, nahmen die Einladung von Stadt, Gewerbeverein und Schloss-Café an: das traditionelle Schlossfest zu erweitern zu einer Bummelmeile mit vielen informativen, kreativen, kulinarischen Ständen, mit Blasmusik, Chorgesang und Rockballaden. "Das Ambiente gefällt uns. Das hat Niveau, das ist nicht 08-15", bekräftigte Rainer Michael aus Greifenhain, der nachmittags das Frohburger Fest besuchte, um abends im Dorf die Country-Party mitzuerleben.

"Alle Plätze waren besetzt beim Konzert", freute sich Edith Börngen vom Gemischten Chor, der auf dem Platz vor dem alten Brauhaus, der heutigen Stadtbibliothek, gemeinsam mit der Blaskapelle der Frohburger Feuerwehr auftrat. Eine gute Möglichkeit für die Vereine, sich zu präsentieren, bekräftigte Mit-Sängerin Elke Niehusen.

"Ich finde super, dass man so was macht. Da sieht man, was es alles so gibt", sagte Madlen Fischer, die mit Nichte Helene an den Käfigen der Rassegeflügelzüchter einen Stopp einlegte. Zeit, die Helene prompt zum Kaninchenstreicheln nutzte. Zuspruch erfahre der Verein vor allem von den Kindern, aber auch von den Älteren, meinte Ivonne Noack aus Borna, erst seit Kurzem hier dabei. Fynn (6) versuchte sich mit dem Hammer beim Nüsseschlagen. "Wir wollen einfach mal sehen, was hier los ist", zeigte sich seine Mutter Denise Schütze aufgeschlossen. Jacqueline Fischer, gebürtige Frohburgerin, machte Station beim Heimatverein Prießnitz-Trebishain. Mitstreiterin Kati Legel in weißer Schürze und mit Haube freute sich über das Interesse an den Vereinsangeboten im Prießnitzer Rittergut.

Baumstammdrehen, Steinstoßen, Strohsackhochwurf - im Park gaben die Highlander vom Benndorfer Verein HSC Einblicke in ihren besonderen Sport. Mit einem Informationsstand zugegen waren die Frohburger Schützen. "Eine schöne Idee. Gefällt uns gut", sagte Schriftführer Gerd Schubinski. Einen Schlossbesuch mit dem Fest verbanden Karsten Krüger und Frau aus Walditz: "Ich bin erstaunt, dass hier so viele Vereine mitmachen."

Gisela Jahn nutzte das Fest, um sich erstmals in der Bücherei in historischer Bauhülle umzuschauen: "In den sechziger Jahren hatten die Kinder hier Werken." Sie und ihre Begleiterinnen Barbara Rüge und Irene Holzhausen besuchten bisher gern die Feste im Schlosspark - und waren durchaus angetan von der Fest-Premiere.

"Gefällt mir saumäßig gut. Wetter, Kultur, Gastronomie - passt alles", bekannte auf dem lauschigen Platz draußen launig Günter Börngen. "Wir kennen das ganze Umfeld, weil wir hier wohnen. Es ist deutlich zu sehen: Die Stadt hat sich sehr, sehr gut entwickelt", machten Gisela und Klaus Wolf ein Kompliment und bezogen die Organisatoren dieses ersten Schloss- und Vereinsfestes ausdrücklich ein. Weil der Schlosspark saniert wird, musste ein neuer Ort her. Schloss-Café, Stadt und Vereine nahmen das zum Anlass, neu und größer zu planen. "Ein ständiges Kommen und Gehen. Viel Arbeit. Viel Spaß", brachte Nicole Preißler, die das Café betreibt, den Effekt auf den Punkt. "Ich kann mich bei den Organisatoren nur bedanken", sagte Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW). Er hoffe, das Fest spreche sich herum. Künftig soll es immer am ersten Wochenende im Juli gefeiert werden.

"Es gibt sehr viele Angebote. Abends, wenn "Die kurzen" und "Leiseschrei" spielen, kommen wir noch mal", sagte Sandra Christoffer. Tochter Jill hatte am Nachmittag einen Auftritt mit der Tanzgruppe der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte. Jill und ihre Mitschülerin Antonia, die vor dem Fest beim Wettkampf der Jugendfeuerwehren in Frohburg antrat, freuten sich über den sieben Meter hohen Kletterturm, den der Dresdner Klaus Niziak am Schlossmühlenwehr aufgebaut hatte. Um den Transport des Bauwerks hatte sich das Unternehmen Graichen gekümmert. "Unser Schloss ist eine feste Größe, aber es gibt hier ja noch mehr", sagte Günter Köhler, Jahre Gewerbevereins-Chef und jetzt im Freundeskreis Schloss engagiert: "Das wollten wir zeigen. Und das ist uns, glaube ich, gelungen." © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

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