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Borna Festival am Großstolpener See zieht die Besucher an
Region Borna Festival am Großstolpener See zieht die Besucher an
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16:35 25.07.2016
Mit ausgelassener Stimmung feiern die Freunde elektronischer Musik am Großstolpener See.  Quelle: René Beuckert
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Groitzsch/Großstolpen

 Rhythmische Klänge hallten am Sonnabend und Sonntag über den Großstolpener See. Lichteffekte ließen den Badestrand in allen Farben pulsieren, als ob er zu einer anderen Welt gehören würde. Doch das Ereignis war bodenständiger Natur, und Eingeweihte wussten, dass hier zum 16. Mal das Musikfestival „Summer Inspiration“ stattfand.

Matthias Schmidt, einer der Mitbegründer der Veranstaltung, erinnerte sich, wie damals aus einer Laune heraus die Idee dafür entstanden war und umgesetzt wurde. „Wir waren ein paar Leute, die sich für elektronische Musik interessierten. Zu unserer ersten Veranstaltung zählten wir 100 Besucher“, sagte er. Jedes Jahr seien immer mehr Musikfreunde hinzukommen. „Mittlerweile sind wir kein territoriales Ereignis mehr, denn die Festivalbesucher finden aus einem Radius von etwa 100 und mehr Kilometern zu uns. Beispielsweise haben wir hier Chemnitzer, Zwickauer, Erfurter, Leipziger und sogar Berliner“, bemerkte Matthias Schmidt. „Bei den Discjockeys achten wir aber darauf, dass sie einen regionalen Bezug haben.“

Ruhig begann der Nachmittag auf dem Festivalgelände. Der See, die gemütliche Atmosphäre, die Musik und die selbst gemachte Dekoration lockten vereinzelt die ersten Besucher an den Strand. Jessica, ihre Freundin Lisa und deren Mutter Janine gehörten zu den wenigen, die bereits den Nachmittag hier verbrachten. Die Meuselwitzer waren das erste Mal bei der „Summer Inspiration“ und genossen sichtlich Cocktails am Strand und Musik auf dem Himmelbett. Dass sie schon so früh gekommen waren, hatte spätestens ab dem Abend den großen Vorteil, dass sie sich um ein lauschiges Plätzchen keine Sorgen machen mussten. Denn mit Sonnenuntergang wurde es dann zunehmend voller am Großstolpener See.

Schon am Nachmittag genießen erste Besucher am Strand Musik und Cocktails. Als es dann voller wird, haben sie ihre Plätze schon sicher. Quelle: Julia Tonne

Musik gab es gleich von mehreren Bühnen herab, deren Lasershows das Geschehen in mystisches Licht tauchten. Besonders augenfällig waren die zahlreichen Hingucker. So schwammen beleuchtete kleine Inseln in Ufernähe, und vom Festzeltdach hingen Quallen herab. „Unsere Frauen besitzen viele kreative Ideen, die sie hier einfließen lassen“, lobte Matthias Schmidt. Farbig angestrahlte quadratische Elemente auf manchem Strandabschnitt boten zur elektronischen Musik eine passende optische Kulisse.

Etliche Besucher übernachteten in mitgebrachten Zelten. Rainer Schulz aus Berlin war Tage zuvor mit seinem kleinen Wohnmobil angereist. „Eigentlich besuche ich seit Jahren den See, wenn es hier stiller ist. Doch dieses Mal erlebte ich den Aufbau für dieses musikalische Ereignis mit und bin deshalb noch geblieben. Mir hat besonders der ruhige Aufbau gefallen, alles lief Hand in Hand. So eine Harmonie habe ich so noch nie erlebt. Darum spendierte ich den Leuten gleich Kaffee“, sagte er begeistert.

Die Regenschauer am Nachmittag konnten die Besucher nicht abschrecken. Am späten Abend fuhren Autos vor, die voll besetzt waren. „Wir haben einfach noch ein paar Leute mitgenommen“, sagte Peter Mertens. Seine Freunde und er kommen gern zum Festival an den See. „Die Lage ist einfach romantisch“, urteilte er. Janin Schindler aus Zwickau möchte ebenso wenig das Festival missen. „Elektronische Musik regt mich immer zum Mittanzen an, und viele Musikpassagen, vor allem jene mit Rhythmuswechseln, gefallen mir besonders gut“, meinte sie.

Nicht nur Plattenteller und Synthesizer dienten als musikalische Vorlage, sondern mit dem Laptop ließen sich neue Klangmuster live kreieren. „Hier wird tatsächlich etliche Musik von der Schallplatte beigemischt. Durch das rhythmische Bewegen der Platte auf dem Teller lassen sich neue Klangkompositionen kreieren. Damit kann der DJ auf die Stimmung des Publikums Einfluss nehmen“, erklärte Matthias Schmidt.

Von René Beuckert

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