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Borna Feuer vernichtet Haus in Mölbis
Region Borna Feuer vernichtet Haus in Mölbis
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17:26 10.02.2012
Das abgebrannte Haus. Quelle: Guenther Hunger
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Mölbis

Freitag Morgen, gegen 7.30 Uhr, waren die Floriansjünger erneut vor Ort, weil die Flammen noch einmal aufgelodert waren.

„Zum Glück stand das Einfamilienhaus leer. Denn wir konnten das Gebäude nicht mehr betreten, als wir gegen 20 Uhr anrückten", sagte der Gruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Mölbis, Christian Schulz, der mit neun Kameraden am Brandort eintraf. Der Dachstuhl stand in hellen Flammen, weshalb den Mölbisern die Freiwillige Feuerwehr Borna mit ihrer Drehleiter zu Hilfe kam. „Drei Kameraden waren von uns vor Ort", informierte Bornas Stadtwehrleiter Kai Noeske.

„Nach Aussagen der Kameraden gefror beim Löschen vorgestern Abend das Wasser rund herum", so Noeske. Auch die zwei Leute im Korb der Drehleiter hatten mit Eis (am Körper) zu kämpfen, weil sie das ganze Wasser abbekommen haben, berichtete er, wie die Feuerwehrleute unter der klirrenden Kälte zu leiden hatten.

„Als wir ankamen, stürzten schon die Decken ein, und die Balken kamen herunter", berichtet der Mölbiser Gruppenführer Schulz. „Aus Sicherheitsgründen konnten meine Männer das Gebäude nicht betreten. Das Feuer konnte nur von oben und von der Seite gelöscht werden", so der Mölbiser weiter. Er war noch am Freitag bis 10 Uhr mit seinen Kameraden im Feuerwehrgerätehaus, um die Einsatzbereitschaft der Wehr wieder herzustellen. Denn beide Fahrzeuge der Mölbiser waren im Einsatz gewesen.

Zur Seite stand ihnen auch die benachbarte Oelzschauer Wehr. „In der Nacht waren 14 Kameraden vor Ort und am Morgen noch einmal zwölf", berichtete der Oelzschauer Wehrleiter Frank Pecher. „In diesem Jahr hatten wir bereits den vierten Einsatz."

Am Freitag nahmen die Brandermittler ihre Arbeit auf. Derzeit werde in alle Richtungen ermittelt, hieß es. Über den Zustand des Gebäudes informierte sich auch Röthas Bürgermeister Ditmar Haym, zugleich Vorsitzender der Dorfsanierungs- und Entwicklungsgesellschaft. Er war sich mit Espenhains Bürgermeister Jürgen Frisch einig, dass es schade um das Gebäude ist. „Vor 25 Jahren hat es in der Mölbiser Teichstraße an gleicher Stelle schon einmal einen großen Brand gegeben, und das Haus musste neu aufgebaut werden", erinnerte sich Haym, der damals Bürgermeister in Mölbis war.

„Es ist traurig, dass dieses Einfamilienhaus nun unbrauchbar ist. Wir hatten uns gefreut, dass es Ronald Müller vom gleichnamigen Forstbetrieb gekauft hatte und auf Vordermann bringen wollte", so Haym. An eine Sanierung sei jedoch nicht mehr zu denken. Dass sieht auch Eigentümer Müller so: „Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin total fertig. Es ist einfach nur furchtbar, mit ansehen zu müssen, wie ein Haus von einer zur anderen Minute abbrennt."

Cornelia Braun

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