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Borna Feuerwehr Borna: Bester Brandschutz während der Festtage ist Besonnenheit
Region Borna Feuerwehr Borna: Bester Brandschutz während der Festtage ist Besonnenheit
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19:32 08.12.2016
Wenn Weihnachtsbäume brennen, dann bitte erst zum Neujahrsfeuer der Bornaer Feuerwehr auf dem Hartplatz am 14. Januar. Während der Feiertage wollen die Kameraden möglichst nicht ausrücken. Quelle: Feuerwehr
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Borna

Die Adventszeit gilt als Zeit der Besinnung, Weihnachten als Fest der Familie. Um beides unbeschwert erleben zu können, gibt die Freiwillige Feuerwehr Borna einige Tipps im Umgang mit Kerzen, Backofen und Gänsebraten. „Auch wir Kameraden wollen Weihnachten feiern und nicht unbedingt ausrücken müssen“, sagen Ortswehrleiter Toni Winkler und Kamerad Uwe Bergbauer. Denn ein Brand entstehe schneller, als mancher ahne. So braucht es gerade einmal zweieinhalb Minuten vom ersten Funken am Tannenbaum bis zum kompletten Wohnungsbrand. Wer der Feuerwehr nicht zumuten will, die Feiertage am Löschschlauch zu verbringen, kann selbst einiges tun.

„Hilfreich ist es schon, wenn immer etwas Brandschutz in Haus oder Wohnung vorhanden ist“, macht Bergbauer deutlich. Im Handel gebe es nicht nur Rauchmelder, sondern unter anderem Löschdecken, die einen Brand im Keim ersticken könnten. Wer auf Nummer sicher gehen will, organisiert sich einen Kohlenstoffdioxidfeuerlöscher, der auch bei einem Fettbrand zum Einsatz kommen kann. Doch auch einfache Tipps helfen dabei, die Feiertage bei Kerzenschein und Festbeleuchtung gemütlich zu verbringen.

„Wir raten von echten Kerzen am Baum ab“, sagt Winkler, „zudem gehört neben einen Adventskranz ein kleiner Eimer Wasser.“ Der ist schnell zur Hand, wenn doch mal Funken überspringen und die Tischdecke treffen. Denn die Gefahr, die von einem Kranz ausgehe, sei nicht zu unterschätzen. Ein probates Mittel, um Brände zu verhindern, sei laut Bergbauer das hilfreichste: Besonnenheit. „Stress führt häufig dazu, dass man keinen Blick mehr für die Gefahren hat.“

Eine weitere Ursache, die immer wieder die Kameraden auf den Plan ruft, sind manipulierte Beleuchtungen. Winkler und Bergbauer warnen davor, eigenhändig an Weihnachtsbeleuchtung etwas zu ändern. Sie raten aber auch davon ab, die Kabel in Spulen zusammenzulegen. „Viele glauben nicht, dass sich diese Knäuel extrem schnell erhitzen“, begründet Winkler.

Für den Umgang mit Plätzchen und Gänsebraten haben die zwei ebenfalls Tipps, damit alles ohne große Schäden gelingt. Fettbrand dürfe nie mit Wasser gelöscht werden, selbst bei Fondue sollte die gesellige Runde darauf achten, dass die Lebensmittel aufgetaut sind. Beim Backen leiste eine Eieruhr treue Dienste und erinnere daran, die Bleche rechtzeitig aus dem Ofen zu holen.

Mit Ende der Weihnachtsfeiertage sind die Gefahren jedoch nicht gebannt, schließlich wird auch noch Silvester gefeiert. Und auch hier gilt: erst überlegen, dann handeln. Ganz wichtig sei es, Feuerwerkskörper nur dann zu zünden, wenn der Abstand zu den umstehenden Menschen groß genug sei. „Jedes Jahr erleben wir, dass Knaller und Raketen zum Teil in die Zuschauermenge geworfen werden. Und die Schäden sind riesig und nicht wieder gutzumachen“, betont Winkler. Auf der sicheren Seite ist auch, wer Jalousien und Fenster geschlossen lässt. Denn so mancher Querschläger hat sich schon mal in eine Wohnung verirrt. Winkler und Bergbauer warnen zudem davor, die Silvesterböller im Ausland zu kaufen. Diese würden häufig zu viel Sprengkraft haben oder die Anzündschnur sei deutlich zu kurz. Einem ungetrübten Jahreswechsel steht nichts im Weg, wenn die Raketen von einer großen Flasche oder einem in die Erde gesteckten Rohr abgefeuert werden.

„Wer das alles beherzigt, muss Weihnachten oder Silvester nicht die 112 anrufen. Und dann können auch wir in Ruhe mit unseren Familien feiern“, macht Bergbauer deutlich. Feuer gemacht werde dann im besten Fall erst am 14. Januar. An dem Tag finde die traditionelle Baumverbrennung auf dem Hartplatz statt.

Von Julia Tonne

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