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Feuerwehr übt im Klinikum

Feuerwehr übt im Klinikum

Ein jähes Ende nahm am Sonnabend das gemeinsame Frühstück für die Bornaer Feuerwehrleute: Kurz nach neun riefen die Signalgeber zu einem Einsatz. Der erwies sich wenig später als erste große Übung des Jahres.

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Im Ernstfall zählt jede Sekunde: Die Atemschutzträger unter den Bornaer Feuerwehrmännern bereiten sich im Klinikgebäude auf die Personenrettung vor.

Quelle: Roger Dietze

Borna. Erstmals fand die im Helios-Klinikum Borna statt.

Ein Krankenhaus ist ein Mikrokosmos. Unvorstellbar, wenn ein Feuer ausbricht in einem Gebäude, in dem Hunderte Menschen behandelt werden, teilweise bettlägerig sind und auf jeden Fall der Ruhe bedürfen, um zu genesen. Doch das Unvorstellbare muss einkalkuliert werden, sowohl seitens der Klinik-Leitung als auch der Feuerwehr. "Mir hat eine Übung im Helios-Klinikum lange auf den Fingernägeln gebrannt. Jetzt, wo die Feuerwehr-Pläne nach Abschluss der Um- und Erweiterungsmaßnahmen weitgehend stehen, war die Zeit reif", sagte Stadtwehrleiter Kai Noeske.

Seine Kameraden bewiesen, dass sie für einen Einsatz auf einem solch schwierigen wie sensiblen Terrain gewappnet sind. 27 von ihnen inklusive einiger Eulaer Feuerwehrmänner erreichten wenige Minuten nach Eingang der Einsatzmeldung das Klinikum. "Bis zur Abfahrt des ersten Zuges dürfen nicht mehr als fünf Minuten vergehen. Wir sind im Zeitlimit geblieben", zeigte sich der Stadtwehrleiter zufrieden. Wie auch mit dem Verlauf der Übung. "Dass es einige Punkte gibt, wo etwas zu ändern ist, ist normal und Sinn und Zweck einer solchen Übung", so Noeske. Zumal es in einem Krankenhaus nicht nur darum gehe, die eigenen Leute, sondern auch die Belegschaft zu koordinieren.

"Wir müssen die Evakuierungsbereitschaft herstellen. Die Feuerwehr entscheidet, wann und ob überhaupt evakuiert wird", erläuterte Klinik-Geschäftsführerin Stefanie Ludwig. Ihre Assistentin Constanze Jacob war in die Rolle jener Person geschlüpft, die von den Kameraden aus dem nach Drehbuch brennenden Gebäude gerettet werden musste. Innerhalb von 17 Minuten, weil nach dem Verstreichen dieser Zeit statistisch keine Reanimierung mehr erfolgversprechend ist. "Diese Aufgabe wurde gelöst, wie insgesamt die Zusammenarbeit zwischen unseren Kräften und dem Klinik-Personal funktioniert hat", resümierte Kai Noeske. Er kündigte an, dass der Einsatz vorgestern nur das Vorspiel für einen viel größeren an gleicher Stelle war. "Der wird im Laufe dieses Jahres stattfinden." 50 verfügbare Kameraden seien eine im Vergleich zu anderen Wehren komfortable Zahl, zumal der Altersdurchschnitt bei gerade einmal 35 Jahren läge, ergänzte Stellvertreter Marcel Böhm. Gleichwohl sei man an der Grenze des Machbaren angelangt. "Abgesehen von den 150 Einsätzen, die es für die Kameraden der Bornaer Stadtwehr sowie der Ortswehren im Jahr zu bewältigen gilt, wurden die Einsatzfelder enorm erweitert", so Böhm.

Umfangreich ist das Einsatzfeld von Rico Michael, dem Technischen Leiter im Helios-Klinikum: "Die Feuermeldeanlage wird im Vierteljahres-Rhythmus gewartet, unsere 1500 Rauchmelder einmal im Jahr." Für Sicherheit im Klinikum sorge ferner die Bauweise. "Die Geschossdecken tragen die Bezeichnung T 90, was bedeutet, dass sie einem Feuer bis zu 90 Minuten standhalten und uns damit die Zeit zur Evakuierung der Patienten geben sollten", so Geschäftsführerin Stefanie Ludwig.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2013

Roger Dietze

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