Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Borna Feuerwehrmann mit Fünf: Die Bornaer Kameraden gründen Kinderfeuerwehr
Region Borna Feuerwehrmann mit Fünf: Die Bornaer Kameraden gründen Kinderfeuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 30.08.2017
Für die großen Feuerwehrautos noch zu klein, drehten die jüngsten Gäste auf Bobbycars ihre Runden über den Feuerwehrhof. Quelle: René Beuckert
Anzeige
Borna

Das Feuerwehrfest in Borna lockte am Sonnabend wieder zahlreiche Besucher an und zog gleich mit mehreren Ereignissen die Aufmerksamkeit auf sich. Zum Einen enthüllten die Kameraden einen Gedenkstein, der an verstorbene Kameraden erinnern soll. Zum anderen wurde eine Kinderfeuerwehr gegründet, in der interessierte Mädchen und Jungen ab fünf Jahren mit der Feuerwehrarbeit vertraut gemacht werden sollen.

Jugendwart Ingolf Szech erklärte den wesentlichen Unterschied zur Jugendfeuerwehr: „In diesem Alter stehen mehr Spiel und Spaß im Vordergrund. Ich finde es schon wichtig, die Kinder beizeiten für die Feuerwehr zu sensibilisieren. Viele wissen schon, dass man mit offenem Feuer nicht spielt. Das nutzen wir, um darauf aufzubauen und sie auch auf andere Gefahren aufmerksam zu machen“. In der Jugendfeuerwehr leisten die Mitglieder schon Beachtliches, hob Ingolf Szech weiter hervor. „Vielleicht gelingt es uns, die Kinder später in diese zu integrieren.“

Ortswehrleiter Toni Winkler genoss den Blick über den gut gefüllten Feuerwehrhof in der Röthaer Straße. „Mit unserem Tag der offenen Tür wollen wir Einblicke in die Feuerwehrarbeit geben. Dass es für die neu gegründete Kinderfeuerwehr schon Anmeldungen gibt, freut mich um so mehr, da es zeigt, dass die Feuerwehr einen positiven Stellenwert besitzt.“ Auch Erwachsene haben an einem solchen Tag oft Ambitionen für die Feuerwehrarbeit entwickelt und sind Feuerwehrmann geworden. Einen interessanten Effekt beobachtete Toni Winkler bei den jungen Kameraden. „Ich habe es schon oft erlebt, dass sie ihre Freundin für die Arbeit begeistern können, und diese nun auch die Reihen der Feuerwehr stärkt.“

Zum Florianstag laden sich die Bornaer immer Partner ein. „Im zurückliegenden Jahr war das Deutsche Rote Kreuz mit von der Partie, was gut angenommen wurde. Dieses Mal haben wir den Verein für Knochenmark- und Stammzellenspende eingeladen“, berichtet der Ortswehrleiter. Gudrun Löser vom Verein ist angetan von der Bereitschaft der Bornaer, sich für eine Knochenmarkspende typisieren zu lassen. „Innerhalb einer halben Stunde habe ich schon 15 Leute registriert“, berichtet sie. Gerade für an Leukämie Erkrankte sei eine Knochenmarksspende lebenswichtig, da es kaum andere Heilungsmöglichkeiten gibt.

Mit zahlreichen kleineren Ereignissen überraschten die Brandschützer ihre Besucher. Für Rundfahrten mit einem richtigen Feuerwehrauto standen die Eltern mit ihren Kindern sogar an. An anderer Stelle vergnügten sich die Jüngsten. Mit kleinen Feuerwehrfahrzeugen flitzten sie per Muskelkraft über den Hof. Besucher Thomas Roll meinte, für sein Kind sei es doch eine gute Gelegenheit, spielerisch einen Einblick zu erhalten.

Feuerwehr begreifen macht aber auch hungrig, stellte Kamerad Andreas Neubert fest. „Am Freitagabend habe ich die Erbsen eingeweicht und Knochen ausgekocht. Auch Kinder bekommen bei mir ihre Lieblingsspeise, nämlich Spaghetti mit Tomatensoße“, gesteht der Hobbykoch. Die Besucher, insbesondere Familien mit Kindern, sind am Sonnabend mit vielen neuen Eindrücken und Anregungen zufrieden nach Hause gegangen.

Von René Beuckert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Tragischer Unfall: Vor Borna ist ein 25-Jähriger mit seinem Auto von der B93 abgekommen. Das Fahrzeug prallte daraufhin gegen zwei Bäume. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät.

26.08.2017

Die Volkshochschule Leipziger Land hat ihren Auftakt in das neue Herbst-/Wintersemester in Markkleeberg gefeiert. Im Lindensaal gab es neben Abstechern nach Südostasien und in tropische Regenwälder aber auch Einblicke in die neuen Bildungsinhalte. Über 600 Kurse und Veranstaltungen sind aufgelegt.

26.08.2017

Als Markthändler mit selbst kreierten Nachthemden und Unterwäsche haben sie begonnen. Heute führen Frank Herzog und Jens Bräuer von Espenhain aus einen deutschlandweit tätigen Wäschefilialisten.

29.08.2017
Anzeige