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Borna Filialschließung in Rötha: „1852 empörte und enttäusche Bürger“
Region Borna Filialschließung in Rötha: „1852 empörte und enttäusche Bürger“
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15:31 05.05.2017
Die Sparkasse schließt Filialen in Rötha und Espenhain. Quelle: André Neumann
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Rötha/Espenhain

Möglicherweise sind in Sachen Sparkassenschließung in Rötha und Espenhain doch noch nicht alle Messen gesungen? Die Sparkasse Leipzig hat bekanntlich angekündigt, die Filiale in Rötha und die Automatengeschäftsstelle in Espenhain zum Jahresende schließen zu wollen. Nach einem erneuten Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Leipzig, Harald Langenfeld, deutete Röthas Bürgermeister Stepahn Eichhorn an, die Entscheidung könnte doch noch nicht endgültig sein. In einer Sitzung des Technischen Ausschusses sagte er am Donnerstagabend rückblickend auf die Begegnung mit Langenfeld in Leipzig: „Wir bleiben im Gespräch, die Sache ist noch nicht abgeschlossen.“

Am Vormittag hatte sich Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn zum zweiten Mal seit der Schließungsankündigung mit Langenfeld getroffen. Mit ihm war die Röthaer Zahnärztin Elisabeth Jeschky in die Sparkassenzentrale gekommen. Sie hatte gemeinsam mit den Ortsvorstehern der Röthaer Ortsteile den Protest gegen die Schließungspläne in Form einer Unterschriftensammlung organisiert. Erst nach mehreren Anläufen und sechs Wochen erhielt sie Gelegenheit, die 1852 Unterschriften dem Vorstandsvorsitzenden persönlich zu überreichen. Dies öffentlich tun zu können, lehnte die Sparkasse ab. Im Rahmen eines Acht-Augen Gespräches mit Röthas Bürgermeister und dem Sprecher der Sparkasse Leipzig Frank Steinmeyer habe Langenfeld sich immerhin beeindruckt von der Zahl der Unterschriften gezeigt.

Jeschky sprach in Leipzig von einer „Willensäußerung von 1852 empörten, enttäuschten und sich gedemütigt fühlenden Bürgern.“ Diese sollte, forderte Jeschky ihre Gesprächspartner auf, „mit Achtung und Mahnung an Ihr politisches und gesellschaftliches Gewissen“ verstanden werden. Die Ankündigung zur Schließung in Rötha und in Espenhain sollte überdacht werden, forderte sie.

Stadtratsmitglied Peter Petters aus Espenhain sprach im Zusammenhang mit den Schließungsplänen von seinem Vorstoß bei Landrat Henry Graichen (CDU). Die Antwort habe ihn „in keiner Weise befriedigt“, weswegen er das Thema jetzt noch im Kreistag ansprechen will, dem er angehört. Von Espenhainer Bürgern habe Petters schon gehört, sie würden nicht an der Bundestagswahl teilnehmen, wenn es bei der Schließung bleibt.

Von André Neumann

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