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Fischsterben am Witznitzer See

Fischsterben am Witznitzer See

Dieses Bild wird Julia Michalk so schnell nicht vergessen: Hunderte von kleinen Fischen - tot, am Verenden oder noch um ihr Leben kämpfend mit silbernen Sprüngen über den letzten Wasserlachen.

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Dicht bei dicht liegen Donnerstagabend verendete beziehungsweise sterbende Fische in diesem Rinnsal am Rande des Witznitzer Sees in Haubitz.

Quelle: Inge Engelhardt

Borna. Die 27-Jährige hat am Donnerstag ihre Eltern in Haubitz, einem Ortsteil von Borna, besucht und mit ihrer Mutter einen Spaziergang zum Witznitzer See gemacht. Dort haben sie gegen 17 Uhr gesehen, dass sich in einem Ausläufer des Sees nahezu kein Wasser mehr befand und unzählige Fische auf dem Trockenen oder in letzten Wasserlachen lagen. "Darunter waren auch Moderlieschen. Sie stehen in Deutschland als gefährdete Art auf der Roten Liste", erzählte Julia Michalk aufgeregt. In den letzten Wochen sei der Wasserstand schon immer weiter gesunken, hatte sie beobachtet.

Das Polizeirevier in Borna wurde am Donnerstag gegen 18.30 Uhr informiert, Beamte schauten sich vor Ort um. Der Vorfall stehe im Zusammenhang mit Arbeiten der Landestalsperrenverwaltung, man werde nicht ermitteln, hieß es am späten Abend (die LVZ berichtete).

Derzeit werde der Zulauf von der Eula in das Speicherbecken Witznitz nach Hochwasserschäden instand gesetzt, erklärte gestern auf LVZ-Nachfrage Katrin Schöne, Pressesprecherin der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen. "Die Instandsetzung kann nur im trockenen Zustand erfolgen. Die Trockenlegung des Bauwerks erfolgte planmäßig", informierte Schöne. Der Baubereich sei durch den Pächter des Gewässers abgefischt und durch einen Spundwandkasten abgeschottet worden. "Die vorgefunden toten Fische befinden sich außerhalb des Baubereichs, im Bereich des Speicherbeckens", erklärte die Talsperrenverwaltung auf die Frage, ob es keine Möglichkeit gegeben habe, die Fische zu schützen. Durch den derzeitigen niedrigen Wasserstand seien im Becken Flachwasserzonen entstanden, in denen die Fische verendet wären. "Im Baubereich kam es nicht zum Fischsterben", betonte die LTV-Sprecherin.

Grundsätzlich sei es nicht unüblich, Gräben während Baumaßnahmen zeitweise trockenzulegen, erklärte gestern Landkreissprecherin Brigitte Laux. Üblicherweise bestehe immer die Forderung der Fischereibehörde, die Fische vorher zu bergen. Da das Fischsterben eine bekannte Ursache habe, sei dies kein Fall für die Gewässeraufsicht, informierte die Kreissprecherin.

Dass zahlreiche Fische verendet sind, sehe die Stadt Borna als sehr tragisch an, erklärte Rathaus-Sprecher Robert Scheibe. Auf die konkrete Ausführung der Arbeiten habe die Stadt Borna keinen Einfluss, das obliege ausschließlich der LTV. Inge Engelhardt

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.03.2014
Inge Engelhardt

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