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Borna Fit für Sinfonie, Operette und Filmmusik – LSO sucht neuen Chefdirigenten
Region Borna Fit für Sinfonie, Operette und Filmmusik – LSO sucht neuen Chefdirigenten
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00:19 28.07.2017
Mit Horst Neumann begann beim heutigen LSO eine neue Zeit. Quelle: wiki
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Böhlen

Der Nachfolger beim Leipziger Symphonieorchester (LSO) soll möglichst in einem Jahr den Taktstock von Wolfgang Rögner übernehmen. Die Amtszeit des derzeitigen Chefdirigenten endet mit Ablauf der nächsten LSO-Spielzeit nach drei Jahren.

Dass der Posten des künstlerischen Leiters bei dem Orchester mit Sitz in Böhlen attraktiv ist, macht schon die Zahl der Interessenten deutlich. „Wir hatten etwa 80 Bewerbungen“, sagt LSO-Manager Hans-Ulrich Zschoch. Darunter zwei Leute, deren Probekonzert bereits terminiert ist. So stehen in der neuen Saison Karl Prokopetz und Nicolaus Krüger in Anrechtskonzerten vor dem Orchester.

Zwei Männer, die nennenswerte Referenzen mitbringen. Prokopetz, der einst beim Leipziger Opernchef Rolf Reuter ausgebildet wurde und Assistent bei den Legenden Sergiu Celibidache und Colin Davis war, arbeitete lange Jahre als Generalmusikdirektor beim Theater Vorpommern in Stralsund und Greifswald und war Chefdirigent des Theaters Hof. Krüger, derzeit in Lyon engagiert, hat mit Stardirigenten wie Lorin Maazel und Christoph Eschenbach zusammengearbeitet. Dass sich die beiden Kandidaten beim Orchester vorstellen dürfen, ist das Ergebnis einer Befragung, bei der sich alle 38 LSO-Musiker äußern durften. „Die Musiker dürfen bei uns Empfehlungen geben“, so Zschoch, was in gewisser Weise so ist wie bei den Berliner Philharmonikern. Während die Berliner ihren Chef aber am Ende auch demokratisch wählen, liegt das letzte Wort über die Besetzung des LSO-Chefdirigenten bei der Geschäftsführung.

Wobei Krüger und Prokopetz nicht die einzigen Anwärter sind. „Wir laden weitere Kandidaten ein“, so der Orchestermanager, „die sich dann während der Spielzeit vorstellen.“ Im Idealfall sind die Würfel rechtzeitig gefallen, dass der neue künstlerische Leiter sein Amt mit Beginn der Spielzeit 2018/19 antreten kann.

Er stünde dann in einer Reihe mit Horst Neumann, Ruben Gazarian, Markus Huber und Frank-Michael Erben, vier Leuten, mit denen beim LSO eine neue Zeitrechnung begann, wie Zschoch – seit zwei Jahrzehnten in der Verantwortung – betont. Dass mit Neumann immerhin der frühere Leiter des Rundfunkchors Leipzig und des Großen Rundfunkorchesters aufs Pult vor dem seinerzeit noch in Borna beheimateten Orchesters stieg, sorgte für einen künstlerischen Aufschwung des ehemaligen Staatlichen Sinfonieorchesters Borna. „Neumann hat schon viel gemacht“, erinnert sich Zschoch. Sein Nachfolger Gazarian kam als Primgeiger selbst aus dem Orchester und sei „ein fantastischer Musiker“ gewesen. Erben, damals wie heute Erster Geiger im Gewandhaus, habe das LSO „in eine andere Liga“ geführt.

An diesen Vorgängern ebenso wie am aktuellen Orchesterchef Rögner dürfte sich der neue Mann messen lassen müssen. Rögner selbst bleibt dem Orchester auch über das Ende seiner Amtszeit erhalten – als Gastdirigent sowie beim Zwenkauer Musikfestival.

Von Nikos Natsidis

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