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Borna Totalschaden nach Wohnhausbrand in Borna
Region Borna Totalschaden nach Wohnhausbrand in Borna
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14:09 05.07.2018
Der Dachstuhl eines Wohnhauses in Borna steht in Flammen. Quelle: Claudia Carell
Borna

Aus bisher ungeklärter Ursache kam es am Donnerstagmorgen in Borna zu einem Hausbrand. Personen wurden nicht verletzt, teilte die Polizei mit. Am Wohnhaus in der Stauffenbergstraße entstand Totalschaden. Die Bewohner waren im Urlaub. Ein Hund soll im ersten Stock bei dem Brand gestorben sein.

Knall und schwarze Qualmwolke

Augenzeugen berichteten, sie haben kurz vor halb zehn einen Knall gehört und dann die schwarze Qualmwolke über dem Haus gesehen. Die Feuerwehr wurde alarmiert, Bewohner der benachbarten Häuser in Sicherheit gebracht. Nach Polizeiangaben wurden zehn Menschen evakuiert.

Darunter Familie Goletzke, die nur zwei Häuser weiter wohnt, und fassungslos auf der anderen Straßenseite stand. Helga Goletzke sah mit Schrecken die Flammen und beobachtete die Löscharbeiten der Feuerwehrleute. „Wir sind immer noch geschockt“, sagte die 67-Jährige. Die Polizei habe geholfen, ihren gehbehinderten 82-jährigen Mann im Rollstuhl schnell aus dem Haus zu bringen. „Wir hatten nur ganz kurz Zeit, um noch ein paar Sachen zusammen zu packen“, berichtete der 45-jährige Sohn Andreas Goletzke. Auch Kater Felix wurde gerettet.

Die Kameraden der Feuerwehr löschen einen Wohnhausbrand in der Bornaer Altstadt. Quelle: Claudia Carell

Brandursache noch offen

„Zur Brandursache lässt sich noch nichts sagen“, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Kai Noeske. Mit 22 Männern aus fünf Wehren war er vor Ort. Aus drei Rohren, unter anderem von der Drehleiter, habe man die Flammen schnell löschen können. Glücklicherweise konnte ein Nachbar, Klempner von Beruf, sofort das Gas abstellen, so Noeske.

Es gebe Vermutungen, dass der Brand mit einer Gasleitung zu tun haben könnte, „zwischendurch hat es immer mal geknallt“. Aber sicher sei das nicht. Die Brandursachenermittler der Polizei werden dies herausfinden. Zudem ermittelt die Kriminalpolizei. „Das ist hier Totalschaden“, sagte der Einsatzleiter.

Rettungssanitäter behandeln zwei Feuerwehrleute

Nachdem die Flammen gelöscht waren, wurden zwei Feuerwehrkameraden mit Kreislaufbeschwerden von Rettungssanitätern behandelt. Zu tun gab es am Haus mit völlig ausgebranntem Dachstuhl weiterhin. So mussten Glutnester gelöscht und lose Teile vom Dach geschlagen werden. Als nächstes stehen Begehungen in den Nachbarhäusern an.

Das Brandhaus kann mit Sicherheit nicht mehr bewohnt werden, ein Ausweichquartier wird gebraucht. Die Familie war im Urlaub, eine Angehörige hatte sich dem Vernehmen nach um den Hund gekümmert. Dieser sei zur Brandzeit im Haus gewesen und gestorben, so Noeske.

Bewohner des Brandhauses im Urlaub

„Wenn die Bewohner zurück sind, werden wir sie fragen, ob sie bei Verwandten oder Bekannten unterkommen können. Ansonsten suchen wir eine geeignete Wohnung“, sagte Franziska Kraft, Organisatorische Leiterin des Rettungsdienstes. Auch könnte es sein, dass das Nachbarhaus zum Teil nicht bewohnt werden kann.

Von Claudia Carell

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