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Flaute in Gymnasien – Steigerung bei Oberschulen – Ansturm auf Grundschulen

Schulnetzplan im Landkreis Leipzig Flaute in Gymnasien – Steigerung bei Oberschulen – Ansturm auf Grundschulen

Wenn in Sachsen im nächsten Jahr ein neues Schulgesetz in Kraft tritt, müssen auch im Landkreis Leipzig die Weichen neu gestellt werden. „Dann muss der Schulnetzplan fortgeschrieben werden“, sagt Landrat Henry Graichen (CDU).

Für die Grundschule Neukirchen (Stadt Borna, hier bei einem Tag der offenen Tür) liegen weniger Anmeldungen vor, als 2010 prognostiziert. Mit 20 Kindern wird aber die erforderliche Mindestzahl an Erstklässlern (15) klar übertroffen.

Quelle: Wolfgang Riedel

Borna/Grimma. Wenn in Sachsen im nächsten Jahr ein neues Schulgesetz in Kraft tritt, müssen auch im Landkreis Leipzig die Weichen neu gestellt werden. „Dann muss der Schulnetzplan fortgeschrieben werden“, sagt Landrat Henry Graichen (CDU). Dessen aktuelle Fassung stammt aus dem Jahr 2010. Wer in die damaligen Prognosen schaut, wird an die Worte des legendären früheren Britenpremiers und Literaturnobelpreisträgers Winston Churchill erinnert. Prognosen seien immer schwierig, hatte der einst erklärt, „besonders wenn sie die Zukunft betreffen“.

Und in der Tat. Die vermuteten Zahlen für 2016, die zur Grundlage für die Schulnetzplanung im Jahr 2010 wurden, und die tatsächlichen Anmeldezahlen für das neue Schuljahr liegen durchaus nennenswert auseinander. Waren die Planer vor sechs Jahren von insgesamt 3734 Schülern im Landkreis Leipzig ausgegangen, so dürften es Stand Frühjahr 2016 exakt 4059 Mädchen und Jungen sein, die ab August an den insgesamt sechs Gymnasien, 19 Oberschulen und 53 Grundschulen im Landkreis Leipzig unterrichtet werden. Macht unter dem Strich 325 Schüler mehr als prognostiziert, was sich zunächst zweifellos erst einmal durch steigende Geburtenzahlen erklären lässt. Das machen vor allem die Anmeldezahlen bei den Grundschülern deutlich. An den meisten Schulen werden mehr Schüler unterrichtet, als einst angenommen. Ausnahmen sind etwa die Grundschule in Borna-Neukirchen, um deren Erhalt in in der Kreisstadt jahrelang erbittert gerungen wurde. Bei der Dorfschule waren die Planer seinerzeit von 34 Anmeldungen als ABC-Schützen für dieses Jahr ausgegangen, was für zwei Klassen gereicht hätte. Registriert sind derzeit 20; was wenigstens die Mindestzahl von 15 Kindern deutlich übertriff. An der scheitert vorerst die Grundschule Deutzen (jetzt Gemeinde Neukieritzsch), die schon damals als Wackelkandidat galt, die die erforderlichen 15 Erstklässler nicht allein aus der früher eigenständigen Kommune aufbringen kann. Nun fehlen auch auswärtige Zugänge, sodass auf eine Ausnahmegenehmigung gehofft wird.

Auch die Verteilung der Fünftklässler sieht anders aus, als vorhergesagt. Waren die Planer von 705 Gymnasiasten ausgegangen, so sind es nunmehr 555. Außer dem Bornaer Gymnasium „Am Breiten Teich“, das mit 108 Anmeldungen sieben Schüler mehr verzeichnet als prognostiziert, haben alle anderen Gymnasien weniger Schüler als erwartet. Dagegen verzeichnen die Oberschulen einen stärkeren Zulauf als angenommen. Hier hatten die Verfasser es Schulnetzplanes 1050 Schüler vermutet. Die Anmeldezahl für das Schuljahr 2016/2017 liegt bei 1154.

Diese Entwicklungen, macht Landrat Graichen klar, müssen beim neuen Schulnetzplan berücksichtigt werden. Darin werden sich auch die Vorgaben aus dem neuen sächsischen Schulgesetz widerspiegeln. Mit dem neuen Paragrafenwerk wird auch die Zukunft der Grund- und Oberschulen im ländlichen Raum definiert. Zwar gibt es bereits seit einigen Jahren ein Moratorium der Staatsregierung in Dresden, das die Bildungseinrichtungen auch dann sichert, wenn die dafür notwendigen Schülerzahlen unterschritten werden. Im neuen Gesetz könnten einzügige Oberschulen aber ebenso festgeschrieben werden wie jahrgangsübergreifender Unterricht an Grundschulen. Das soll in einem Jahr passieren. Und in der Konsequenz, so Landrat Graichen, wird dann der Schulnetzplan für den Landkreis Leipzig überarbeitet.

Von Nikos Natsidis

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