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Fliegerclub Böhlen lockt rund 1000 Besucher – auch in luftige Höhen

Flugtage Fliegerclub Böhlen lockt rund 1000 Besucher – auch in luftige Höhen

Schon immer sind Menschen vom Fliegen fasziniert. Das war am Wochenende in Böhlen nicht anders. Rund 1000 Besucher nutzten die Flugtage des Fliegerclubs - um Flugmaschinen zu bewundern oder sich den ständig verändernden Südraum einmal von oben anzusehen.

Claude Schramm bringt mit seiner Maschine den Segelflieger nach oben. Allerdings darf das schleppende Flugzeug keine Passagiere mitnehmen.

Quelle: Julia Tonne

Böhlen. Erst hoch hinaus und dann tief hinunter. Für den ersten Schritt gab es am Sonnabend und Sonntag bei den Flugtagen in Böhlen quasi nur eine Variante: per Flugzeug. Für Schritt Nummer zwei jedoch konnten die Besucher den regulären Rückweg wählen und sich von den Piloten der Kleinflugzeuge auf dem Rollfeld absetzen lassen oder die Abkürzung nehmen und gleich unterwegs aussteigen – mit Fallschirm ausgerüstet. Und beide Formen waren gleichermaßen beliebt.

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Rund 1000 Fluginteressierte zog es am Wochenende auf das Gelände des Fliegerclubs Böhlen an der B 2. Die einen, um zu gucken, die anderen, um die Faszination des Fliegens selbst zu erleben.

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Rund 1000 Fluginteressierte zog es am Wochenende auf das Gelände des Fliegerclubs Böhlen an der B 2. Die einen, um zu gucken, die anderen, um die Faszination des Fliegens selbst zu erleben. Unentwegt waren die Maschinen des Vereins in der Luft, um Passagiere mitzunehmen und ihnen die Gegend von oben zu zeigen. „Die Rundflüge sind bei den Flugtagen immer ein Renner“, sagt Annett Bernstein vom Verein. Denn jedes Jahr sehe die Umgebung von oben wieder gänzlich anders aus. „Der Südraum verändert sich nach wie vor rasant, derzeit vor allem durch den Bau der Autobahn 72 und die unzähligen Seen und deren Entwicklung“, begründet sie den Ansturm auf die Mitflug-Gelegenheit.

Vor allem Rainer Gaedtke hatte gut zu tun. Der Pilot einer Antonov 2 brachte etliche Fallschirmspringer in die Luft. Er war am Samstagmorgen vom ostthüringischen Fallschirmclub aus Gera angereist. „Wobei der Begriff Reisen eher missverständlich ist“, sagte Gaedtke, der „mal eben schnell rübergekommen ist“, immerhin brauche er für die Strecke gerade einmal etwas mehr als 16 Minuten.

Ein Hingucker vom Boden aus war an beiden Tagen ein sogenannter Gyrokopter, also eine Art Hubschrauber, dessen Rotor nicht durch ein Triebwerk in Drehung versetzt wird, sondern durch den Fahrtwind. Zudem braucht dieser Flugkünstler eine Start- und Landebahn. „Wir laden jedes Jahr befreundete Clubs und deren Maschinen zu uns ein, damit wir hier immer etwas anderes bieten können“, erklärt Vereinsvorsitzender Andreas Möbius. Aus diesem Grund sei auch ein Segelflieger samt Pilot aus Magdeburg nach Böhlen gekommen.

Wer während der Tage der offenen Tür nicht hoch hinaus wollte, konnte sich vom Boden aus dem Thema Modellflieger widmen. Der ortsansässige Verein stellte unendlich viele Varianten von Hubschraubern vor, die ferngesteuert durch die Lüfte schwebten. Hier gab es nicht nur Tipps zum Kauf eines solchen Geräts, sondern auch zu Flugmanövern, Ersatzteilen und Ausrüstung.

Seit mehreren Monaten ist der Fliegerclub Böhlen sozusagen wieder im Aufwind, mittlerweile hat der Verein 65 Mitglieder, allein im vergangenen Jahr absolvierten acht Flugschüler Ausbildung und Prüfung. Auch ein neues Flugzeug steht im Hangar. „Unser Ziel ist es, mit den neusten Maschinen zu fliegen, und vielleicht kommt dieses Jahr noch eine weitere dazu“, sagt Möbius. Er und seine Mitstreiter nutzen die Flugtage vor allem dazu, die Besucher davon zu überzeugen, dass der Flugsport alles anderes als elitär ist. „Und wen die Leidenschaft gepackt hat, der kommt davon nicht mehr los“, macht Bernstein deutlich.

Doch das Gelände an der B 2 dient nicht nur dem Flugsport, sondern auch Flügen in den siebten Himmel. Das Standesamt Neukieritzsch (Böhlen hatte seines vor einigen Monaten geschlossen), bietet hier Eheschließungen an.

Von Julia Tonne

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