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Borna Floorball-Erfolg soll in Regis keine Einmaligkeit bleiben: Die Spieler sind heiß
Region Borna Floorball-Erfolg soll in Regis keine Einmaligkeit bleiben: Die Spieler sind heiß
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09:00 24.06.2016
Floorball-Erfolg: Das Finalteam aus Regis belegte in Leipzig Platz vier beim Bundesfinale im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia. Quelle: privat
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Regis-Breitingen

Den Begriff Dorf bezogen auf die eigene kleine Stadt hört man in Regis-Breitingen nicht gern. Das musste Oberschul-Sportlehrer Ingmar Penzhorn lernen. Doch gemessen an den Orten, gegen deren Spieler seine Schützlinge im Floorball beim sächsischen Landesfinale und vor wenigen Tagen beim Bundesfinale im Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia antreten mussten, bleibt er dabei: Die Mädchen und Jungen aus dem „kleinen gallischen Dorf“ haben mit den großen ordentlich mitgehalten.

Allein der Einzug ins Bundesfinale mit einem zweiten Platz beim Landesfinale Mitte März in Markranstädt war eine faustdicke Überraschung. Schließlich trat das Team aus der kleinen Landschule, in der überhaupt erst seit knapp drei Jahren Floorball gespielt wird, gegen Mannschaften von Gymnasien und 1000-Mann-Schulen an. Jetzt in Leipzig war es ähnlich. Das Regiser Team war eins von acht in seiner Altersklasse. In der Vorrunde wurden sie Gruppensieger gegen Buxtehude (Niedersachsen), Hennigsdorf-Berlin und Wilster (Schleswig-Holstein), wobei die beiden ersten starke Floorball-Vereine im Hintergrund haben.

Im Halbfinale scheiterten die Regiser an der Mannschaft von Kiel-Gettorf, wo Floorball ebenfalls im Sportverein gespielt wird. Das Spiel um Platz drei verloren sie knapp gegen Wilster. Da war dann die Luft raus, sagt Penzhorn, der zugibt, dass seine Spieler und er sich dann doch darüber geärgert haben, so knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt zu sein.

Trotzdem sei es ein tolles Ergebnis, das die Mädchen und Jungen aus der achten und neunten Klasse erreicht haben. Gefreut habe man sich, dass die Mitschüler beider Klassen, die als Fanblock mit in Leipzig waren, bis zum Ende durchgehalten haben. Womit ihr Tag länger war, als wenn sie in der Schule beim Unterricht gewesen wären.

Jetzt wird überlegt, wie es weitergeht mit Floorball an der Oberschule. Ingmar Penzhorn, der selbst beim SC DHfK in Leipzig spielt, hatte den Sport in Regis-Breitingen eingeführt, als er im Sommer 2013 als Lehrer an die Pleiße kam. Jetzt sagt er: „Wir probieren im nächsten Schuljahr das ganze noch mal.“ Mit Teilnahme am Neigungskurs und am Ganztagsangebot wäre es zu schaffen, dass seine Spieler zwei bis dreimal die Woche trainieren können. Dann müsste man wieder den Weg über Regionalausscheid, Stadtfinale Leipzig und Landesfinale gehen. „Ich weiß nicht, ob wir es noch einmal packen“, versucht er, auf dem Boden zu bleiben. Doch weiß er, dass auch seine Schüler heiß darauf sind, weiter zu machen.

Von André Neumann

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