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Borna Flüchtlingsprojekt des Gymnasiums Groitzsch erhält Sachsens Sterntalerpreis
Region Borna Flüchtlingsprojekt des Gymnasiums Groitzsch erhält Sachsens Sterntalerpreis
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18:29 20.09.2017
Das Schulsozialarbeit-Projekt „Grenzenlos“ für Flüchtlingskinder am Wiprecht-Gymnasium Groitzsch hat den mit 3000 Euro dotierten Sterntalerpreis erhalten. Die Auszeichnung übergeben im Sächsischen Landtag Christina Koch (v. l.), stellvertretende Vorsitzende des sächsischen Landesverbandes im Deutschen Kinderschutzbundes, Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) und Geert Mackenroth (r.), Sächsischer Ausländerbeauftragter, an zwei Schülerinnen und ein Patenkind. Schulleiterin Irina Salewski und Projektleiter Roland Badstübner gehören mit zur Delegation in Dresden. Quelle: Olaf Boye
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Dresden/Groitzsch

Für die engagierte Arbeit mit Flüchtlingskindern ist das Projekt „Grenzenlos“ des Wiprecht-Gymnasiums Groitzsch (Landkreis Leipzig) mit dem sächsischen Sterntalerpreis ausgezeichnet worden. Diese Schulsozialarbeit an der Bildungseinrichtung sei durchdacht: „Sie stärkt zum einen die Flüchtlingskinder in ihrer normalen Umgebung und integriert sie in die Gemeinschaft der Schule“, erklärte Sachsens Ausländerbeauftragter Geert Mackenroth (CDU) bei der Vergabe am Mittwoch in Dresden. Schülerinnen und Patenkinder, Schulleiterin Irina Salewski und Projektleiter Roland Badstübner, der Schulsozialarbeiter, nahmen die Ehrung im Landtag entgegen. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert. Er wurde zum dritten Mal verliehen.

Sachsens Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) lobte das ehrenamtliche Engagement der Schüler und die nachhaltige Integration. Bei dem 2015 ins Leben gerufenen Schulsozialprojekt erlernen Flüchtlingskinder in Sprachtandems spielerisch die deutsche Sprache von Schülern. „Grenzenlos“ ermögliche damit eine Integrationskultur, Begegnung mit anderen Kulturen und gegenseitiges Lernen, hieß es zur Begründung der Auszeichnung.

Am Groitzscher Wiprecht-Gymnasium hat sich eine Gruppe Jugendlicher der Integration von Flüchtlingskindern verschrieben. Ihr Projekt heißt „Grenzenlos“. Quelle: Julia Tonne

Jeden Montag und jeden Donnerstag sitzen Groitzscher Zehnt- und Elftklässler nach ihrem Unterricht noch in den Klassenräumen und „unterrichten“ selbst. Ihre Schüler sind Flüchtlingskinder im Kindergarten- und Grundschulalter bis hin zu Jugendlichen, die regulär die siebte Klasse besuchen würden. Neben den Sprachtandems wurden auch Hausaufgaben- und Nachhilfeprojekte von Gymnasiasten für Grundschüler mit Migrationshintergrund entwickelt sowie Themenwochen. Und es gab einen Stadtrundgang „Groitzsch für Newcomer – die Top 6, die jeder gesehen haben muss“, bei dem Familien aus aller Herren Länder Orte kennenlernten, die immer wieder gebraucht werden: Arztpraxen, Bibliothek, Post, Wiprechtsburg und Abenteuerspielplatz. Die ehrenamtlichen Helfer werden in Seminaren auf ihre Tätigkeit vorbereitet.

Verliehen wird der Sterntalerpreis vom sächsischen Landesverband des Deutschen Kinderschutzbundes und dem Ausländerbeauftragten. Das Preisgeld ist für künftige Projekte mit Flüchtlingskindern vorgesehen. Für die Auszeichnung hatten sich in diesem Jahr 24 Projekte beworben.

Zu Beginn des Schuljahres 2015/2016 besuchten 25 671 Schüler mit Migrationshintergrund sächsische Schulen. Dies waren etwa sechs Prozent der Schülerschaft. Ende 2016 waren es 31 101 Mädchen und Jungen. Mehr als acht Prozent aller Kinder in den Tageseinrichtungen haben den Angaben zufolge mindestens einen Elternteil ausländischer Herkunft. Das seien 25 984 von 304 178 Kindern.

Von LVZ

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