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Flugzeugabsturz in Elstertrebnitz

Flugzeugabsturz in Elstertrebnitz

Großalarm am Sonnabend für die Feuerwehren der Elsterregion. Um 8 Uhr am Morgen heulten in Elstertrebnitz sowie Groitzsch und Pegau mit samt den Ortsteilwehren die Sirenen.

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Sieht gefährlich aus, war aber nur eine Übung: Am Sonnabend übten Rettungskräfte auf dem Gelände der Elstertrebnitzer Firma Schrott-Wetzel die Bergung von Verletzten nach einem Flugzeugabsturz.

Quelle: Olaf Becher

Elstertrebnitz. Die Alarmmeldung für die Kameraden, zu denen auch der Katastrophenschutzzug Retten Süd und ein Team der Rettungsschule Leipzig gehörten, lautete: Flugzeugabsturz in Elstertrebnitz.

Was sich wie ein Horrorszenario ausnahm, war zum Glück nur eine perfekt inszenierte Übung auf dem Gelände der Elstertrebnitzer Firma Schrott-Wetzel. Als die ersten Einsatzkräfte am Ereignisort eintrafen, bot sich ihnen eine schauerliche Situation an vier Unfallschwerpunkten. Ein Passagierflugzeug vom Typ TU-134 war abgestürzt und hatte einen Traktor unter sich begraben. Flammen schlugen aus den abgerissenen Tragflächen, Verletzte im Inneren der Maschine schrien und schlugen gegen die Scheiben. Außerdem hatte ein Flügelteil einen LKW getroffen, der dann in Folge einen PKW fast zerquetschte. Zu guter Letzt beschädigte das Leitwerk einen mit unbekannter Flüssigkeit gefüllten Tank, der Leck schlug.

Ganze drei Monate dauerten die Vorbereitungen für dieses Großereignis, erklärte Ronny Becker von der Firma Schrott Wetzel, die als Förderer der Feuerwehr immer wieder Kameraden auf ihrem Gelände üben lässt. Die russische TU-134 wurde von der Firma vom Flughafen Halle/Leipzig eigentlich zur Verschrottung erworben. So bot sich die Chance, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren geballt an einem Ort unter Beweis zu stellen. "Diese Übung ist ein einmaliges Ereignis, von dem wir hoffen, dass so etwas nie in der Realität passiert", sagte der Elstertrebnitzer Wehrleiter David Zühlke, der gemeinsam mit Becker das Szenario erdachte. Insgesamt 148 Kameraden mit 26 Fahrzeugen waren im Einsatz.

Als harter Brocken erwies sich dabei die verschlossene Flugzeugtür, die den Rettern einiges abverlangte. Drinnen warteten derweil 17 traumatisierte Personen mit Verbrennungen, Pfählungen oder Knochenbrüchen auf Hilfe. "Ein beklemmendes Gefühl, so eingeschlossen zu sein", sagte Ingo Wille, der den Flugkapitän mimte. Dem stimmte auch Anke Neumann zu. "Es war furchtbar. Da werden Minuten zu Stunden", so die Firmenmitarbeiterin. Nach der Rettung wurden alle Personen durch Sanitäter im Notfallzelt betreut. Den verunfallten PKW-Dummy konnte die Groitzscher Wehr allerdings nur noch tot bergen.

Anschließend zog die Einsatzleitung ein erstes positives Fazit. Die Zusammenarbeit aller Wehren und des Rettungsdienstes habe gut funktioniert. Alles sei bei der hohen Personalanzahl ohne wirkliches Chaos abgelaufen, obwohl ein Flugzeug dieser Dimension sowohl für die Einsatzkräfte als auch für deren Technik eine unbekannte Größe darstelle. Alle Abschnittsleiter lobten die gute Vorbereitung und Umsetzung durch die Organisatoren. Eine detaillierte Auswertung will Zühlke mit allen Stadt- und Gemeindewehrleitern gesondert durchführen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.10.2013
Olaf Becher

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