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Borna Fluthelferorden für 14 Kameraden aus Rötha
Region Borna Fluthelferorden für 14 Kameraden aus Rötha
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14:19 19.05.2015
Ehrung für Fluthelfer bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Rötha: Bürgermeister Ditmar Haym und sein Stellvertreter Uwe Wellmann bedankten sich. Quelle: U. Wolf

Der Hochwassereinsatz war für alle eine Selbstverständlichkeit. Für diese Einsatzbereitschaft wurden am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rötha insgesamt 14 Kameraden, darunter vier Frauen, mit dem Fluthelferorden geehrt.

Unter ihnen auch Wehrleiter Klaus Schömann, der tagelang bei der technischen Einsatzleitung während der Krisenzeit im Juni 2013 aktiv war. Auch für Matthias Stolzke war es nicht der erste Hochwassereinsatz. "Der Einsatz im vergangenen Jahr ging von früh bis spät über mehrere Tage. Vor allem mussten wir das Wasser am Trafohäuschen an der ehemaligen Schweinemastanlage hier im Ort abpumpen, dort war alles nass", erinnert sich der 27-jährige. Dank für ihr Engagement kam nicht nur vom Bürgermeister Ditmar Haym (parteilos), sondern auch vom stellvertretenden Vorsitzenden vom Kreisfeuerwehrverband des Landkreises, Dietrich Baldeweg und von den Stadträten Ursula Reich und Uwe Wellmann. "Eure Arbeit verdient höchste Anerkennung", sagte Wellmann. Auf der Tagesordnung der Röthaer Kameraden standen noch viele andere Themen. Da ist zum einen das Nachwuchsproblem, auch die Röthaer Wehr sucht händeringend Verstärkung im aktiven Dienst, zum anderen die finanziellen Nöte und die Vorbereitungen für das große Feuerwehrfest im Juni, das ganz im Zeichen des 140-jährigem Bestehens der Wehr stehen soll. Da gibt es viel zu tun. "Wir müssen dafür dringend die Werbestrommel rühren und viele Helfer finden", so Haym. Der Festumzug, Spaßwettkämpfe, Kaffestube, Musik und Tanz und der Besuch befreundeter Wehren, all das will organisiert sein. Mehr als 3000 Euro sollen dafür von der Stadt kommen. Wehrleiter Schömann hofft, das die mehrtägige Feier Zuspruch findet. 2013 musste das Feuerwehrfest wegen der Flut auf August verschoben werden und hatte nur wenige Besucher angelockt.n "Es war das schlechteste Fest seit langem und hatte ein tiefes Minus in die Kasse gerissen", so der Wehrleiter. In puncto Ausgaben hatte die Stadt Rötha im Vorjahr 43 000 Euro aufgebracht. "Auch wenn viele Wünsche nach Ausrüstung wie zum Beispiel Helmlampen offen blieben, trotz leerer Kassen hat es die Stadt Neuanschaffungen möglich gemacht", so Schömann. Nach 20 Jahren musste ein neuer hydraulischer Rettungssatz für die Unfallrettung für knapp 15 000 Euro gekauft werden, außerdem vier Handfunkgeräte. Ein weiteres Problem: Nach dem Hochwasser wurden viele Reparaturen an den Fahrzeugen und an Einsatzgeräten nötig. Pumpen waren kaputt, Filter, Anlasser und Steuermodule mussten gewechselt werden. "Das war wirklich extrem", sagte Gerätewart Volker Schömann. Statt hoher Werkstattkosten reparierten die Kameraden viel selbst.

In diesem Jahr sollen Rettungsleinen und Schlauchmaterial angeschafft werden, auch die großen Rolltore am Gebäude sollen wieder gut funktionieren.Auch das Thema Führen von Motorbooten werde auf dem Programm stehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.03.2014
Ulrike Wolf

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