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Borna Fördergeld als Jubiläumsgeschenk für das Groitzscher Naturschutzzentrum
Region Borna Fördergeld als Jubiläumsgeschenk für das Groitzscher Naturschutzzentrum
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17:04 21.02.2018
Den Zaun ums Naturschutzzentrum bauen Rainer Koschnicke (v. l.), Kirsten Herrmann, Paul-Christoph und Wolfram Keck von der Firma UnserZaun.de Zeitz. Quelle: Andreas Döring
Groitzsch

Das Naturschutzzentrum Groitzsch ist seit 30 Jahren der wesentliche Stützpunkt für ehrenamtliches grünes Engagement über die Elsterregion hinaus. Wie ein Jubiläumsgeschenk passt da die finanzielle Unterstützung, die der Freistaat im vierten Quartal für den Erhalt und die Stärkung von Naturschutzstationen ausgereicht hat. Knapp 30 000 Euro sind in die Schusterstadt geflossen. Wo das Geld dringend benötigt und sofort verwendet wurde, erklärt Peter Win­dolph, Vorsitzender der Regionalgruppe Südraum Leipzig im Naturschutzbund (Nabu), die das Zentrum mit der nachgeordneten Fachgruppe „Ornithologie und Naturschutz Groitzsch“ betreibt.

„Nach jahrelangen Bemühungen der Naturschutzverbände werden wir erstmals vom Land gefördert“, freut er sich. „Hoffentlich ist das ein kleines Beispiel dafür, dass sich die Politik endlich den konkreten Problemen vor Ort zuwendet.“ Für die Groitzscher Einrichtung an der Straße Neuer Weg, gleich neben einer Kleingartensparte, bedeutet das Geld, dass akute kleine Bauvorhaben umgesetzt und die Betriebskosten finanziert werden. Schließlich sollen die sonstigen Einnahmen, etwa aus Sponsoring, vor allem für die Umweltbildung mit Schulklassen und den Naturdetektiven sowie für Naturschutzprojekte zur Verfügung stehen. „Jetzt konnten wir die Firma UnserZaun.de aus Zeitz beauftragen, unseren alten verfaulten Jägerzaun komplett mit einem Metallzaun zu ersetzen“, sagt Windolph. „Zudem erhält das Werkstattgebäude ein neues Dach.“ Es hatte einen Wasserschaden gegeben, doch war die undichte Stelle nicht gefunden worden. „Nun wird es richtig neu gemacht und gleich als Gründach gestaltet.“

Der Handwerksbetrieb Thomas Hofmann aus Hohendorf hat die Arbeiten übernommen. „Damit können wir der Natur ein kleines Stück der Fläche zurückgeben, die von dem Haus versiegelt wurde“, meint Ingo Thienemann, stellvertretender Chef der Regionalgruppe. „Auf das Dach kommt eine Schicht Substrat, in dem sich dann relativ anspruchslose Pflanzen entwickeln können. Ich kann mir da Fetthenne, Mauerpfeffer und verschiedene Hauswurzarten vorstellen.“ Und schließlich wird die an die Werkstatt angrenzende Voliere erneuert. Dort ziehen Thienemann und Co. Steinkäuze auf; das gehört zu einem langjährigen, größer angelegten Projekt. Diese streng geschützten Tiere werden nach und nach ausgewildert.

„Mit der Förderung 2017 bekommen wir das Naturschutzzentrum weitgehend in Schuss“, schätzt Windolph ein. „Dann gibt es erst mal keinen großen Investitionsbedarf.“ Deshalb soll das Geld im nächsten Jahr, das in ähnlicher Höhe zugesagt ist, für drei Mini-Job-Stellen genutzt werden, etwa für eine pädagogische Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter, der sich um Pflege und Erhalt der Anlage kümmert. „Arbeitskräfte zu finanzieren, ist aber auch eine Bedingung, um die Mittel überhaupt zu erhalten.“

Von Olaf Krenz

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