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Borna Fördergeld in Pegau übergeben: Buchkinder schicken Druckwerkstatt in weitere Orte
Region Borna Fördergeld in Pegau übergeben: Buchkinder schicken Druckwerkstatt in weitere Orte
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20:01 28.03.2018
Valerie und Lola drucken einen ihrer Linolschnitte bei den Buchkindern in Pegau. Der Verein hat jetzt Fördergeld für seine mobile Druckwerkstatt erhalten. Quelle: Jens Paul Taubert
Pegau

Eigene Geschichten von Mädchen und Jungen in Bild und Text festzuhalten, hat sich der Verein Freundeskreis Buchkinder aus Leipzig in die Satzung geschrieben. In der neuen Außenstelle in Pegau nahm Ideengeber und Gründer Rulo Lange am Montagnachmittag einen Förderbescheid über knapp 35 000 Euro aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst entgegen.

35 000 Euro für die Buchkinder in Pegau – (v.li.): Staatssekretär Uwe Gaul, Bürgermeister Frank Rösel und Leiter Rulo Lange. Quelle: Jens Paul Taubert

Das Geld unterstützt das Vorhaben des Vereins, sein mobiles Angebot in weitere Orte im Landkreis zu tragen. Damit auch dort die Steppkes ihre Kreativität zwischen Buchdeckeln einfangen können.

Rulo Lange, der eigentlich Ralph-Uwe heißt, hatte schon einige Stunden Betreuung von Kindergartensteppkes hinter sich. Mehrere Gruppen aus zwei Pegauer Einrichtungen sind montags in der erst vor knapp vier Wochen eröffneten Schreib- und Druckwerkstatt aktiv.

Trotz seiner angegriffenen Stimme schwärmte der Pädagogische Leiter von den Ideen und dem Engagement der Steppkes, von der Arbeit des Vereins, der sein Leben ist, und von den Mitstreitern.

Projekt „Mobile Druckwerkstatt im ländlichen Raum“

Kunst-Staatssekretär Uwe Gaul (SPD) überbrachte die Förderung für das Projekt „Kinder machen Bücher – Mobile Druckwerkstatt im ländlichen Raum“. Er zeigte sich begeistert, wie Mädchen und Jungen, zum Teil mit ihren Eltern, im nun offenen, für alle freien Treff an Linolschnitten arbeiteten, die dann die Vorlagen für den Druck bilden. „Ein eigenes Buch ist schon toll. Schön, dass ich Sie und die Kinder in Aktion erleben durfte.“

Neben Pegau wird der Verein mit der Förderung jeweils ein Vierteljahr in Großpösna, Grimma und Püchau aktiv sein, sagte Lange. Acht weitere Einrichtungen aus dem Landkreis haben bereits ihr Interesse bekundet, fügte er hinzu. Gaul ermutigte ihn, weitere Anträge zu schreiben, „auch wenn es immer Mühe macht“, wie er weiß.

„Wer im ländlichen Raum wohnt, soll die gleichen Möglichkeiten haben wie in Großstädten, Angebote kultureller Bildung zu nutzen.“ Deshalb sollen, wie hier, Mobilitätsprojekte unterstützt werden. Mit einer Bestandsförderung sei es jedoch schwieriger: „Das birgt schon eine gewisse Unsicherheit in sich.“

Kulturort könnte in Pegau entstehen

In Pegau hat die Kommune ein leer stehendes Ladengeschäft für den Freundeskreis gemietet. „Und wir werden uns auch bemühen, den Verein bei uns zu halten“, sagte Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) Hilfe zu. „Das belebt doch die Stadt mit.“

Zumal Lange nicht nur eine „Werkstatt“, sondern einen Kulturort im Sinn hat, auch für Jugendliche. „Wir haben hier ein große Leinwand für Filme, es könnte Lesungen geben.“ Allerdings funktioniere das nur, wenn sich Einheimische mit engagieren. „Bei der Eröffnung habe ich eine Buchbinderin kennengelernt, die sich das vorstellen könnte“, blickte Lange voraus.

Von Olaf Krenz

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