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Fördergelder und weniger Steuern

Fördergelder und weniger Steuern

Es ist schon lange so, dass den Feuerwehren die Leute fehlen. Jedenfalls die, die auch tagsüber zu Rettungseinsätzen verfügbar sind. Das ist zunehmend auch in den Bornaer Ortsteilen der Fall.

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Ausrücken zum Einsatz von der Feuerwache in der Röthaer Straße aus: Während sich die Einsatzbereitschaft in der Stadt Borna noch absichern lässt, wird das in den Ortsteilen vor allem tagsüber zum Problem.

Quelle: Thomas Kube

Borna. Dennoch halten weder Stadtwehrleiter Kai Noeske noch Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) etwas von Zwangsrekutierungen.

"Bisher habe wir noch immer alles abdecken können", sagt Noeske. Immerhin: 24 Mann gelten als notwendig, um einen Einsatz abzusichern, aber das ist in den einzelnen Ortsfeuerwehren zwischen Wyhra und Eula tagsüber manchmal schon ein bisschen ein Glücksspiel. So habe es im letzten Jahr Fälle gegeben, in denen Ortsfeuerwehren nicht mehr einsatzbereit waren, Das, so Noeske, lässt sich durch Hinzuziehung benachbarter Brandschutzeinheiten zwar als Problem lösen, bleibt aber schwierig. Ursache dafür sind auch die Arbeitsplätze der Feuerwehrleute, die eben oftmals weit außerhalb ihre Brötchen verdienen. "Schon wenn jemand in Kitzscher arbeitet, ist das zu weit, um in der erforderlichen Zeit ins Gerätehaus zu kommen", erklärt der Feuerwehrchef. Dabei sei es noch von Vorteil, dass immerhin drei Brandschütrer in der Stadtverwaltung beschäftigt und damit vor Ort sind. Von Zwangsrekrutierungen hält Noeske allerdings nichts. Zur Feuerwehr müsse jemand schon freiwillig kommen; ganz abgesehen davon, dass für einen Einsatz auch bestimmte Kenntnisse vonnöten sind.

Auch Oberbürgermeisterin Luedtke hält davon nichts. Wer gezwungen werde, bei der Feuerwehr anzutreten, "dem fehlt die Motivation". Feuerwehrarbeit sei schließlich kein "Hobby" im üblichen Sinn. Viel wichtiger sei es, Brandschützern Anreize für ihre Arbeit zu schaffen, etwa indem der Freistaat Sachsen eine Feuerwehrrente zahle. Problematisch sei auch, dass es für Jugendfeuerwehren überhaupt keine Fördergelder gebe. Die vormalige Heliosklinik habe der Jugendfeuerwehr vor einiger Zeit Kleidung gesponsert. Prinzipiell sei dieser Weg der Unterstützung durch Unternehmen aber kompliziert, weil auf Feuerwehruniformen keinerlei Werbung erlaubt sei, sagt die Rathauschefin.

Auch Wehrleiter Noeske könnte sich vorstellen, wie sich die Bedingungen für eine weitgehende Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute auch tagsüber verbessern ließen, "Das müsste den Arbeitgebern schmackhaft gemacht werden" - etwa durch Steuerermäßigungen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.02.2014
Nikos Natsidis

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