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Borna Förderverein Rötha gibt Schlosspark alten Glanz zurück
Region Borna Förderverein Rötha gibt Schlosspark alten Glanz zurück
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19:00 22.10.2017
Großeinsatz: Walter Christian Steinbach (v.r.n.l.), Dieter Kunze und Rolf Körner beobachten Hans-Joachim Keil (l.), der den innen verfaulten Ahorn zeigt. Quelle: Foto: Gislinde Redepenning
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Rötha

Der ehemals verwilderte Schlosspark in Rötha soll seinen historischen Glanz wiederbekommen. Am Wochenende rackerten dafür rund zwei Dutzend Mitglieder des Fördervereins Rötha – „Gestern. Heute. Morgen.“ von der neunjährigen Zora Herrmann bis hin zum 93-jährigen Rolf Körner für das ambitionierte Ziel.

Beim dritten Parkseminar wurden über zwei Tage am Freitag und Sonnabend Kettensägen geschmiert, Spaten, Rechen, und Unkrauthacken verteilt. Auf allen Vieren krabbelten manche über die Wege, um sie mühsam vom Unkraut zu befreien. Denn 2020, wenn das 350-jährige Bestehen des Schlosses gefeiert wird, will man die Restaurierung mit großen Schritten vorangetrieben haben.

„Wir arbeiten seit fünf Jahren daran und haben jetzt einen Stand erreicht, der erkennen lässt, wie es einmal aussehen soll“, erklärte der Fördervereins-Chef Walter Christian Steinbach. „Die Genehmigungen bei den Behörden sind alle durch.“ Rudolf Schröder vom Landesverein Sächsischer Heimatschutz sowie der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft, der „geistige Vater der Parkseminare“, und Landschaftsarchitekt Dirk Seelemann aus Markkleeberg hätten die Entwicklung dankenswert begleitet.

„Wir haben unseren Tulpenbaum freigestellt und einen kranken Ahorn gefällt“, schaut Dieter Kunze, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, auf die Arbeit des ersten Tages zurück. Der innen verfaulte Baum drohte umzustürzen und hatte schon Zweige des Tulpenbaums beschädigt. Ein weiterer aus Sicherheitsgründen gefällter Ahorn soll auf dem geplanten Abenteuerspielplatz als Balancierbalken dienen.

Der Förderverein hat nicht nur den historischen Aspekt im Blick, sondern darüber hinaus die parkpädagogische, publikums- und familienfreundliche Entwicklung. „Der Schlosspark soll schließlich erlebbar sein“, so Steinbach. Und er soll noch bunter werden durch das Pflanzen von noch mehr Frühjahrsblühern und Rhododendrons. Zudem wird der alte Küchengarten mit der Streuobstwiese, die den Mädchen und Jungen des Kindergartens schon jetzt etwa 75 Liter Apfelsaft im Jahr beschert, wieder begehbar hergestellt.

Zwei bedeutsame Projekte stehen noch auf dem Programm. Man freue sich, erzählte Kunze, dass die Talsperrenmeisterei nun grünes Licht für die Sanierung der Kleinen Pleiße gegeben habe. Früher trieb sie die Schlossmühle an. Innerhalb der nächsten zwei Jahre wird sie vom Wehr in Gaulis bis zur Mündung in die Pleiße entschlammt.

Trübe sieht es allerings noch im Schlossteich aus. Auch hier muss der Schlamm raus. Das avisierte Drausy-Verfahren, das mit einem Schlauchsystem schlammabbauende Bakterien aktiviert und die organischen Bestandteile des Schlamms zersetzt, wurde verworfen. „Wir werden das Wasser ablassen, so wie es seit Jahrhunderten gemacht wird“, sagte Steinbach.

Von Gislinde Redepenning

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