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Förderverein macht's möglich

Förderverein macht's möglich

Was wäre die Bornaer Dinter-Oberschule ohne ihren Förderverein? Ein bisschen ärmer in jedem Fall, denn die Initiatoren, die sich Ende 2010 zusammenfanden, unterstützen vieles im Schulalltag - von der Berufsmesse bis zum Skilager, von Schüleraustausch bis zu kulturellen Veranstaltungen.

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Fördervereinschefin Heike Thomas bringt die aktuellen Fotos vom diesjährigen Skilager der 7. Klassen im Flur der Dinter-Oberschule an.

Quelle: Nicole Ratghe-Scholz

Borna. "Auf Drängen von Eltern haben wir den Förderverein gegründet, hauptsächlich um das Skilager der 7. Klassen zu unterstützen", sagt Heike Thomas, die Vorsitzende des Vereins. Zehn Gründungsmitglieder fanden sich vor mehr als drei Jahren zusammen, um den Verein aus der Taufe zu heben. Inzwischen zählt er 33 feste Mitglieder. Ein Drittel der Mitstreiter sind Eltern, zwei Drittel Lehrer, aber in letzter Zeit traten auch ehemalige Schüler in den Verein ein. "Zu unseren Hauptaufgaben gehört, Projekte zu unterstützen: Skilager, den Schüleraustausch mit Israel und Polen, das Schülerratszimmer, unsere Berufsorientierungsmesse sowie das Schulmusical", sagt Thomas. Ein Projekt allerdings liege im Moment auf Eis. "Wir wollen ein grünes Klassenzimmer einrichten. Das Insektenhotel steht schon im hinteren Hof des Schulgeländes. Dort wollten wir eigentlich auch das Klassenzimmer verankern, aber leider ist genau dort die Feuerwehrzufahrt. Im vorderen Bereich des Schulhofes wäre es zwar auch möglich, aber da stört dann der Straßenlärm beim Unterricht", bedauert die Geografie- und Sportlehrerin. Und hofft, dass es in der kommenden Zeit eine Lösung gibt.

"Uns geht es darum, den Kindern nicht nur den Unterricht in der Schule zu vermitteln, sondern auch um den Zusammenhalt außerhalb dessen. Die Schüler sollen Freude an der Schule haben und auch am Nachmittag gern herkommen", erklärt Heike Thomas, eine Haubitzerin. Der Verein unterstützt die Projekte mit Geld und Arbeitskraft. "Wir stemmen die Projekte durch Spenden zum einen von unseren Mitgliedern, zum anderen von zahlreichen Sponsoren, die das Geld auf unser Förderkonto überweisen und dafür natürlich auch eine Spendenquittung erhalten." Die Einnahmen werden zum Teil für die Schule benötigt, aber auch für Abschlussfeste. Ein Teil wird selbst gespendet, zum Beispiel für das Kinderhospiz "Bärenherz" oder - wie im vergangenen Jahr - für Menschen, die durch die Flut in Not gerieten.

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder zur Versammlung, der Vorstand aller Vierteljahre. "Vor großen Ereignissen wird kurzfristig ein Treffen einberufen, wie vor wenigen Tagen, als wir die Berufsorientierungsmesse im Haus hatten. Da waren wir vom Förderverein für das Catering zuständig", erklärt die Mutter zweier Söhne. Auch das mittlerweile traditionelle Schulmusical bedarf zahlreicher Investitionen. "Wir müssen vor allem die Noten käuflich erwerben, ohne die gibt es keine öffentliche Aufführung. Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen, um den Schülern weiterhin dieses besondere Angebot zu ermöglichen." Klinken putzen oder auf Betteltour gehen die Mitglieder des Fördervereins nicht. Sie möchten, dass die Menschen oder Unternehmen aus eigenen Stücken den Schülern und Schülerinnen der Dinterschule helfen. "Mittlerweile bekommen wir auch vom Gericht finanzielle Unterstützung", erklärt Thomas und erzählt, wie es dazu gekommen ist: "In Thüringen werden Bußgelder von Straftätern für gemeinnützige Zwecke an Vereine weitergegeben. Und so haben wir einfach mal in Borna einen Richter angesprochen und bekommen nun ab und an auch von dort Spenden", freut sich die Lehrerin über diese Idee.

Wer mehr über die Arbeit des Fördervereins erfahren oder eine Spende leisten möchte, kann sich in der Schule melden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2014
Nicole Ratghe-Scholz

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