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Borna Forststraße in Regis: Kosten steigen schon vor Beginn des Neubaus
Region Borna Forststraße in Regis: Kosten steigen schon vor Beginn des Neubaus
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16:17 09.09.2016
Der westliche Teil der Forststraße ist der letzte unsanierte Straßenabschnitt in Regis-Breitingen. Im Oktober sollen hier die Bauarbeiten beginnen. Quelle: Andreas Döring
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Regis-Breitingen

Nach mehrfachen gescheiterten Anläufen in den vergangenen Jahren soll nun im Oktober mit dem Neubau der Forststraße in Regis-Breitingen begonnen werden. Die überwiegend noch gepflasterte Strecke ist der letzte unsanierte Teil der Ortsdurchfahrt. Peter Zötzsche vom Ingenieurbüro Ukam in Borna rechnet mit einer Bauzeit von Oktober dieses Jahres bis Juli 2017. Die lange Bauzeit erklärte er bei der Vorstellung des Projektes vor dem Stadtrat am Donnerstagabend mit der Ungewissheit der Wettersituation im Winter.

Bei dem Bau handelt es sich um ein Gemeinschaftsvorhaben des Zweckverbandes Wasser/Abwasser Bornaer Land (ZBL) und der Stadt. Der ZBL verlegt Wasser- und Abwasserleitungen neu, die Stadt baut die Fahrbahn und die Gehwege. Vorgesehen ist in dem Zusammenhang auch der Abriss der Werkbahn-Brücke. Die Straßenbeleuchtung wird laut Planer Zötzsche nicht erneuert.

Er machte vor den Stadträten auch klar, dass es sich beim Straßenbau nicht um einen grundhaften Ausbau handele. Genehmigt und gefördert werde nur eine Fahrbahnerneuerung bis in 30 Zentimeter Tiefe. Allerdings bekomme man durch den vorangehenden Tiefbau und eine abschnittsweise Verbesserung des Baugrundes „nahezu einen grundhaften Ausbau“, sagte der Planer.

Der Stadtrat hatte sich am Donnerstagabend auch aus finanzieller Sicht mit dem Vorhaben zu befassen. Vor der Auftragsvergabe war eine überplanmäßige Ausgabe zu beschließen. Nach dem Ausschreibungsergebnis wird das Vorhaben nämlich mehr als 200 000 Euro teurer als vorgesehen. Das günstigste Angebot, welches von der Straßenbaufirma Reif aus Schkeuditz kommt, liegt bei rund 934 000 Euro und damit mehr als 200 000 Euro über den geplanten Kosten. Nach Aufteilung der Summe zwischen ZBL und der Stadt und bei einer erwarteten Förderung von 80 Prozent muss die Stadt 38 000 Euro mehr zahlen als vorgesehen. Der Stadtrat stimmte sowohl der überplanmäßigen Ausgabe zu als auch der Vergabe an Reif.

Einige Unwägbarkeiten bleiben. Noch hat die Kommune keinen Fördermittelbescheid, sie darf aber mit dem Bau beginnen. Außerdem ist noch nicht klar, ob das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Erhöhung der Kosten in die Förderung mit einbezieht.

Bewohner und Anlieger im Westen der Stadt müssen sich während der Bauzeit auf Behinderungen einstellen. Um die einzudämmen, wie Zötzsche sagte, werde der Bau in drei Abschnitte gegliedert. Weil es für den mittleren Abschnitt keine innerörtliche Umfahrung gibt, müsse der Bus in Richtung Bahnhof dann vermutlich über Deutzen fahren. Im dritten Abschnitt, der auch die Einmündung der Werkstraße umfasst, in der mehrere Unternehmen ansässig sind, werde man auch dort um eine zeitweilige Vollsperrung nicht herumkommen, kündigte der Planer an.

Etwa in der Mitte des Neubauabschnittes, dort wo die Brücke der Deutschen Bahn steht, wird die Straße nur provisorisch verschlossen, nachdem die Leitungen verlegt sind. Denn die Bahn plant im Jahr 2018 den Bau einer neuen Brücke mit gleichzeitiger Absenkung der Fahrbahn. „Wir dürfen die Straße in so kurzer Zeit nicht zweimal bauen“, begründete Zötzsche, dass mit dem Straßenbau hier gewartet wird. Wenn die Bahn baut, ist erneut mit einer Vollsperrung der Straße zu rechnen.

Vor Beginn der Bauarbeiten an der Forststraße wollen Stadt, ZBL und Planer noch die Anlieger detailliert informieren. Dazu findet am 22. September, 18 Uhr, in der Sporthalle eine Anwohnerversammlung statt.

Von André Neumann

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