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Borna Franzosen erkunden Groitzscher Tagebau-Gelände
Region Borna Franzosen erkunden Groitzscher Tagebau-Gelände
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13:30 16.08.2016
Franzosen und Bornaer fangen im Naturschaufenster Peres eine blauflügelige Ödlandschrecke, die hierzulande nur in Tagebaugebieten vorkommt. Quelle: Ökostation
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Groitzsch/Borna

Franzosen und Bornaer waren dieser Tage gemeinsam sowohl in Groitzsch als auch in der Großen Kreisstadt zu zahlreichen Exkursionen unterwegs, um hier heimische Tiere und Pflanzen zu bestimmen. Es war bereits der fünfte Besuch der französischen Naturschutzorganisation Lo Parvi aus dem Rhonetal bei der Nabu-Regionalgruppe Südraum Leipzig und bei der Ökostation Borna-Birkenhain. „Seit dem Jahr 2000 stehen wir in engem Kontakt zu Lo Parvi“, sagt Annett Bellmann von der Ökostation. Hintergrund sei der fachliche Austausch, denn Lo Parvi arbeite nach den gleichen Grundsätzen wie die hiesigen Naturschützer: Forschung, Biotoppflege, Artenschutz und Umweltbildung.

Entsprechend waren die Ausflüge gestaltet, die die neun Franzosen und die Bornaer unter anderem zum Naturschaufenster Peres im Tagebau Vereinigtes Schleenhain führte. In Bockwitz stand der Besuch der Bergbaufolgelandschaft an, in Elstertrebnitz der Besuch der Eisenmühle. Vorgestellt wurden zudem die neuen Schautafeln im Naturschutzzentrum Groitzsch und die dortigen Projekte zur Umweltbildung. „Sowohl Lo Parvi als auch wir haben hier den Tagebau und mit den entsprechenden Auswirkungen zu kämpfen. Deshalb beschäftigen sich die Touren vorrangig mit diesen Themen“, erklärt Bellmann. Weitere Exkursionen führten Gastgeber und Gäste zu den Haselbacher Teichen, zum Trafohaus Nöthnitz und zum Sedimentbecken Maltitz. Die Verständigung klappte laut Bellmann reibungslos. Entweder mittels Dolmetscher oder – bei der Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten – mithilfe der lateinischen Namen.

Der Kontakt zu Lo Parvi war bereits Ende der 90er-Jahre durch einen Bornaer zustande gekommen, der nach Frankreich gezogen ist, aber Kontakt zur Ökostation behielt. Untergebracht waren die Gäste bei Vereinsmitgliedern und Freunden. Drei der Franzosen waren gar mit dem Fahrrad angereist – und das sind immerhin fast 1400 Kilometer. In zwei Jahren steht dann der Gegenbesuch an. Ob die Bornaer dann auch zweirädrig reisen werden, stehe aber noch nicht fest. „Eines aber ist klar: bei der Tour ist die Landschaft besser zu erkunden als vom Auto oder Bus aus“, so Bellmann.

Von Julia Tonne

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