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Borna Freddy bleibt cool und siegt
Region Borna Freddy bleibt cool und siegt
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16:56 02.03.2010
Hat keinerlei Hemmung beim Casting: Mirko Böttger. Im Hintergrund die Juroren Robert Keßler und Anne Welte. Quelle: Günther Hunger
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Böhlen

Anne Welte hat keinerlei Starallüren. Im Gegenteil. Mit netten Worten macht sie den jungen Leuten an diesem Tag Mut. Drei Frauen und ein Mann sind beim Casting im Apart-Hotel Böhlen erschienen, um sich für die Musical-Bühne zu empfehlen. „Versucht Spaß zu haben, sagt die erfahrene Musical-Sängerin, die Rollen – von Cats bis Les Miserables – gesungen hat. An diesem Tag bildet die gebürtige Saarländerin gemeinsam mit dem Berliner Jazzmusiker und Gitarristen Robert Keßler die Jury. Ein sympathisches Duo, das im Gegensatz zu anderen Talenteshows helfen, nicht verletzen möchte.Für die Kandidaten, die eine erste Vorauswahl bereits überstanden haben, geht es um ganz viel. „Musical Fieber“ – eine professionelle Show – wird in 180 Städten Deutschlands aufgeführt. Am 21. März in Böhlen. Aus jeder Stadt hat ein Laie die Chance, das Ensemble mit einem Musical-Song seiner Wahl zu ergänzen. Ein Auftritt im Rampenlicht vor hunderten Gästen. Doch zunächst heißt es Vorsingen, ganz ohne Glamour.Susann Fritzsche (26) ist als erste an der Reihe. Die Kunststudentin aus Leipzig hat „ein bisschen Bühnenerfahrung“. Seit dem 16. Lebensjahr nimmt sie eigenen Worten zufolge Gesangsunterricht. Mit Erfolg, wie sich kurze Zeit später zeigt. Gefühlvoll bringt sie das Lied „May be this time“ aus „Cabaret“ zu Gehör. Der schmucklose Raum erscheint gleich viel freundlicher. Und nach dem Vortrag gibt es viel Lob. „Es war toll, ich habe gar nichts auszusetzen“, sagt Welte. Ein Tick lauter wäre gut gewesen und mehr Spiel. Auch Keßler ist begeistert und applaudiert.Richtig aufgeregt ist Jasmine Krisch aus Zwenkau. Die 20-Jährige macht zurzeit eine Ausbildung zur Sozialassistentin und Musik in einer eigenen Band. Ihr Song fürs Casting „Das Farbenspiel des Winds“ aus „Pocahontas“ kommt gut an. „Du bist sehr gut. Das wird wieder schwierig werden“, ist sich die Jury einig. Spätestens jetzt scheint klar: Die Bewerber sind alle top. Es wird wieder einmal eine schwierige Wahl.Auch Karina Helbig (28), eine Diplomkauffrau aus Leipzig, hat bereits Bühnenerfahrungen mit dem Showchor L.E. gesammelt. Ihr Lied „Memory“ aus Cats präsentiert sie in Englisch und gut obendrein. Wieder Beifall und Zustimmung seitens der Juroren.Schließlich kommt „die Männerquote“ Mirko Böttger. Der 32-Jährige singt von klein auf und „braucht als Rechtspfleger am Amtsgericht ein bisschen Abwechslung“, erzählt er. Und schon ist er in seinem Element: als Freddy aus „My fair Lady“. Er singt, er spielt mit dem Publikum (bestehend aus Jury, Autorin und Fotograf), lächelt bei jedem Ton. Nach seinem Auftritt mit dem Titel „On the street where you live“ ist die Jury regelrecht aus dem Häuschen. „Es ist echt schön, mal so ein altes Lied zu hören“, sagt die Fachfrau Welte. „Du warst klasse, du bist dabei“, steht kurz danach fest. Mirko habe als Gesamtpaket begeistert. Schließlich gibt ihm Keßler noch ein paar Details für den großen Auftritt bekannt. Der Leipziger, der übrigens auch im Showchor L.E. singt, ist nach dem Casting happy, spürt die Glückshormone. Indes: Er bleibt Realist und ganz sicher in der Justiz beschäftigt. „Ich bin viel zu alt für einen Profi“, sagt der 32-Jährige und ist sich sicher, dass seine Stimme nicht reicht, um Geld verdienen zu können.

Saskia Grätz

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