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Freibad: Diskussion ums Bürgerbegehren

Freibad: Diskussion ums Bürgerbegehren

Der Vorstoß zu einem Bürgerbegehren in Sachen Freibad hat die Diskussion um eine Wiedereröffnung der Bassins angestoßen. Die führenden Köpfe des Stadtrates sind bei diesem Thema erwartungsgemäß geteilter Meinung – auch wenn niemand die Idee, die Bornaer nach ihrer Meinung zu fragen, ablehnt.

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Borna. Für Gunther Sachse ist die Sache klar. „Natürlich bin ich dafür, die Bürger zu befragen." Das liegt auf der Hand, schließlich stammt der Vorstoß von Holger Luedtke, Vorsitzender des Freibadvereins und als Vorsitzender des Kreisverbandes Westsachsen der Linken auch politischer Verbündeter von Sachse, der der Linken-Stadtratsfraktion vorsteht. Sachse sagt, „dass jede kleine Klitsche ein Freibad hat und die Große Kreisstadt Borna nicht". Die Stadt mache sich lächerlich. Harthsee und Bockwitzer See seien für Kinder nicht erreichbar, während das Jahnbad bereits die Grenzen seines Fassungsvermögens erreiche. Außerdem, sagt Sachse, gehe es nicht nur um eine Bademöglichkeit im Freien, sondern um ganzjährige Nutzungsmöglichkeiten für das Freibadgelände. Es gebe noch gar keine richtigen Kostenschätzungen für ein denkbares Projekt. „Aber in Borna wird viel zu oft gesagt, was nicht geht." Auch sein Kollege Joachim Steinhäußer (FDP-Fraktion) kann sich für ein Bürgerbegehren erwärmen. „So ein Votum wäre wichtig." Allerdings spiele die Finanzierung des Bades eine Rolle. Eine Wiedereröffnung sei nur auf „solider Grundlage" denkbar, so Steinhäußer, der Sponsoren zur Finanzierung des Freibadwiederaufbaus ins Spiel bringt. Wobei es nicht nur ums Baden gehe. Gefragt sei auch ein Nutzungskonzept, demzufolge das Badegelände zur Lokalität für Campingwagen werden könnte. Für den SPD-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Stein ist der Hintergrund eines Bürgerbegehrens „populistisch". Es könne nicht darum gehen, nur das „Bauchgefühl der Menschen" zu ermitteln. Es gehe letztlich ums Geld für das Freibad. Ein Bürgerbegehren wäre jedenfalls „ein Stück weit Demokratie". Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Roland Wübbeke spricht von Populismus. Der Vorstoß für ein Bürgerbegehren sei sicher „dem Umstand geschuldet, dass Frau Luedtke Wahlversprechen gemacht hat, die sie auf Biegen und Brechen einhalten will", so der 43-Jährige mit Blick auf Rathauschefin Simone Luedtke (Linke). Prinzipiell habe er nichts gegen ein Bürgerbegehren. Natürlich könnten die Bürger gefragt werden, ob sie ein Freibad wollen – „aber dann muss ihnen auch gesagt werden, wie das finanziert werden soll". Wünschenswert, so Wübbeke, sei vieles, etwa eine eigene Spielstätte für das Leipziger Symphonieorchester. Da aber nicht mit staatlichen Zuschüssen für ein Freibad zu rechnen sei, bedeute dies, dass die sogenannten freiwilligen Ausgaben für Vereine, Streetworker, Kinderbetreuung auf null zurückgefahren werden müssten. Das, so Wübbeke, müsse den Bornaern auch im Zuge eines Bürgerbegehrens deutlich gemacht werden.

Nikos Natsidis

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