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Freude in Kitzscher: 2,2 Millionen Euro für Sanierung der Oberschule

Förderbescheid Freude in Kitzscher: 2,2 Millionen Euro für Sanierung der Oberschule

Kitzscher kann die Oberschule sanieren. Die Stadt erhielt einen Fördermittelbescheid über die stolze Summe von reichlich 2,2 Millionen Euro. Zwar steht die Verwaltung jetzt mächtig unter Druck, und es muss bei laufendem Betrieb gebaut werden, doch in Stadt und Schule überwiegt die Freude.

Vor sieben Jahren protestierten Schüler, Lehrer und Eltern noch für den Erhalt der heutigen Oberschule Kitzscher, jetzt kann sie saniert werden.

Quelle: Günther Hunger

Kitzscher. Die Mittelschule Kitzscher kann saniert werden. Die Stadt erhielt einen Fördermittelbescheid über die stolze Summe von reichlich 2,2 Millionen Euro. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler) verkündete die frohe Botschaft auf der Sitzung des Stadtrates am Dienstagabend.

Schramm bezeichnete die Finanzierungszusage als „Lohn für unsere Arbeit und Ausdauer“. Gemeint war der jahrelange Kampf um den Erhalt der so genanten Neubauschule. Die hatte innerhalb des Landkreises Leipzig Anfang dieses Jahrzehnts den so genannten Beobachtungsstatus bekommen. Betroffen waren Mittelschulen, wie sie damals noch hießen, von denen nicht klar war, ob sie dauerhaft die vom Gesetzgeber seinerzeit geforderte Zweizügigkeit mit mindestens 40 Schülern pro Jahrgang erreichen würden. Unmittelbare Folge: Schulen unter Beobachtungsstatus erhielten keine Fördermittel für Investitionen. Die 1971 eröffnete Plattenbauschule in Kitzscher hat noch nie eine umfangreiche Sanierung erfahren.

Schon mit Beginn des Schuljahres 2010/11 stand die Schule ernsthaft auf der Kippe. Damals durfte keine fünfte Klasse eingeschult werden, weil es nur 33 Anmeldungen gegeben hatte und das Kultusministerium den so genannten Mitwirkungsentzug aussprach.

Schüler, Lehrer und Eltern hatten vergebens dagegen protestiert, unter anderem mit einer Demonstration auf der B 95 bei Espenhain. In den Folgejahren kämpften Schule und Stadt gemeinsam um jeden Schüler, wofür die Stadt auch Geld in die Hand nahm. Dabei half auch das Moratorium des Freistaates, bis zum Schuljahr 2014/15 keine Schulen mehr zu schließen. Seit der Wahl 2014 arbeitete der Landtag an einem neuen Schulgesetz, damit können ländliche Oberschulen jetzt auch einzügig bestehen bleiben. Kitzscher ist also sicher.

Während am Freitag sanierte Toiletten übergeben werden, steht der Schule nun also in den kommenden zwei Jahren eine große Baumaßnahme bevor. Die bewilligten Gelder müssen 2018 und 2019 verbaut werden. Es handelt sich um eine hundertprozentige Förderung für energetische Sanierung. Die umfasst den Ersatz der Fenster, die Sanierung der Fassade und des Daches, das eine Fotovoltaikanlage bekommen soll, einen Sonnenschutz auf der Südseite, die energetische Erneuerung von Medienleitungen und die Optimierung der Heizung. Fußboden- und Malerarbeiten gehören nicht dazu. Damit die Schule dennoch komplett saniert werden kann, legt die Stadt 300 000 Euro drauf. Der Stadtrat hat die Summe bereits bewilligt.

Weil es sich um Fördermittel der EU handelt, müssen sowohl die Planungsleistungen als auch alle Gewerke europaweit ausgeschrieben werden. Das zusammen mit den gesetzten Fristen bedeutet ab sofort erheblichen Druck für die Verwaltung. Hinzu kommt noch eine spezielle Regelung bei EU-Fördermitteln: Die Stadt muss jede Rechnung vorfinanzieren und kann sich erst dann das Geld von der Sächsischen Aufbaubank zurück holen. Kämmerin Simone Schubert will diese Probleme aber nicht überbewerten, im Stadtrat gab sie sich überzeugt: „Es ist trotzdem eine schöne Sache.“

Für Begeisterung sorgt die Botschaft auch in der Schule selbst. „Wir freuen uns wie verrückt“, bekannte Schulleiterin Dagmar Schulz in einer ersten Reaktion. Eine „inhaltlich toll arbeitende Schule“ erhalte nun auch noch eine „fantastische Außenhülle“. Die Freude wird auch nicht vom Gedanken daran getrübt, dass die Sanierung bei laufendem Betrieb erfolgen muss. Zwar gibt es noch keine konkreten Pläne, doch sind Stadt und Schule im Gespräch. „Wir werden uns einschränken müssen“, sieht Schulz voraus, „aber es winkt ja ein tolles Ziel.“

Von André Neumann.

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