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Borna Frische Waffeln im Lagrette
Region Borna Frische Waffeln im Lagrette
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16:18 31.08.2018
Jutta Trautmann betreibt am Hainer See in Kahnsdorf das Café Lagrette, im Bild hinten zu sehen. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Kahnsdorf

Lagrette, das klingt verheißungsvoll, kulinarisch, französisch. Im Wörterbuch wird man den Begriff nicht finden, er ist ein Kunstwort, das sich Jutta Trautmann (58) ausgedacht hat, die seit kurzem an der Lagune in Kahnsdorf ein Café betreibt. In dem sollte es ursprünglich mal Galettes geben. Das ist eine dunklere, aus Buchweizenmehl gebackene Variante der auch hierzulande beliebten Crêpes, der dünnen, französischen Eierkuchen.

Waffeln, Eis und Kuchen

Galettes wollte Jutta Trautmann in ihrem Café anbieten, und aus Lagune und Galette formte sich irgendwie der Begriff Lagrette der dem modernen Gebäude mit Terrasse direkt über dem Wasser nun seinen Namen gibt. Obwohl aus den Galettes erst einmal nichts geworden ist. Weil hinter dem Verkaufstresen neben Waffeleisen und Eistheke für die heiße Platte für die Galette-Herstellung kein Platz mehr ist, erklärt die Betreiberin. Waffeln und Eis aber haben Vorrang in dem Selbstbedienungscafé. Außerdem gibt es selbst gebackenen Kuchen.

Zunächst Verkauf aus dem Fenster

Jutta Trautmann war mit ihrem Mann Jörg vor 17 Jahren von Mülheim an der Ruhr nach Dreiskau-Muckern übergesiedelt. Vor ein paar Jahren bekamen sie ein Gewerbegrundstück angeboten, welches zwischen dem Hafen und dem Strand liegt. Die Familie baute zuerst ein Wohnhaus mit Büroetage, und Jutta Trautmann dachte darüber nach, was so unmittelbar am See angeboten werden könnte. So begann sie vor drei Jahren aus dem Fenster eines Nebengebäudes heraus Kaffee und selbst gebackene Waffeln zu verkaufen, später kam Eis hinzu.

Auch mit dem Boot geht es zum Café

In diesem Jahr wurde das Café gebaut. Die Wände des zweistöckigen Gebäudes bestehen aus viel Glas, welches den Blick auf den See und die Nachbarschaft frei gibt. Geöffnet ist schon seit ein paar Wochen Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen von 13 bis 18 Uhr. Dass hinter der Theke Betrieb ist, ist an einer am Mast wehenden Fahne mit dem Namen des Cafés in roter Schrift auf weißem Grund zu erkennen.

Die beliebtesten Plätze sind natürlich im Freien, unten auf der seeseitigen Terrasse und auf dem Balkon des Obergeschosses darüber. Dorthin gelangen die Gäste über eine Wendeltreppe. Wer möchte, kann auch im Liegestuhl auf dem Steg neben dem Caféhaus Platz nehmen. Hier können Besucher auch mit dem Boot anlegen, was schon einige Male vorgekommen sein soll.

Von André Neumann

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