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Borna "Frohburger Rennen hat eine ganz eigene Atmosphäre"
Region Borna "Frohburger Rennen hat eine ganz eigene Atmosphäre"
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19:35 22.09.2013
Beim Start zum 2. Lauf der International Road Racing Championchip hat Didier Grams (vorn) gestern den Gesamtsieg der Superbike-Wertung schon in der Tasche. Quelle: Jens Paul Taubert

"Wir sind sehr zufrieden, das Rennen war sehr gut besucht. Das Wetter hat gepasst und es hat keine schweren Unfälle gegeben", war er aber zufrieden. Zwei Rennen waren nach Vorfällen neu gestartet worden. "Lieber einmal mehr abbrechen - Sicherheit geht vor", so Schmidt. Gut genutzt wurden offensichtlich die beiden Tribünen, die Zuschauern erstmals zur Verfügung standen. Ehrenamtlich stellen die Mitglieder des Vereins MSC Frohburger Dreieck die große Veranstaltung jeweils auf die Beine.

Fast 300 Motorsportler aus zwölf Nationen starteten am Wochenende. Höhepunkt waren die drei Läufe für die Superbike-Wertung der International Road Racing Championship (IRRC). Didier Grams gewann sie alle und holte sich wie erwartet den Gesamtsieg, das stand bereits am Sonnabend fest, denn er brauchte nur noch einen einzigen Punkt. Seine Fans feierten ihn jeweils gebührend.

Frohburg. Das 51. Frohburger Dreieckrennen ist gestern am späten Nachmittag erfolgreich zu Ende gegangen. Exakte Zuschauerzahlen lagen Sportvorstand Torsten Schmidt vom MSC Frohburger Dreieck da noch nicht vor. "Wir sind sehr zufrieden, ...

"Den Namen der Stadt Frohburg verbinden nicht nur in den neuen Bundesländern nach wie vor sehr viele an erster Stelle mit dem Frohburger Dreieckrennen", so Frohburgs Bürgermeister Wolfgang Hiensch (BuW), der einen großen Teil seines gestrigen Geburtstages an der Rennstrecke verbrachte. Das Rennen sei nach wie vor das größte Aushängeschild und die beste Werbung für Frohburg, hält das Stadtoberhaupt fest. Motorsport und seine vielen Anhänger werde es trotz der Gefährlichkeit immer geben, deshalb müsse es neben dem für viele aktive und passive Motorsportler viel zu teuren Spitzen- und Profi-Motorsport auch weiter Rennen auf solchen Kursen wie in Frohburg geben. Hiensch: "Und deshalb muss die Strecke und das Frohburger Dreieckrennen auch unbedingt erhalten bleiben."

Das sehen die zahlreichen Anhänger der Veranstaltung nicht anders. Stammgast ist Holger Dreßler - 15 war er, als sein Vater ihn vor genau 35 Jahren erstmals mit zum Rennen nach Frohburg nahm. "Mir hat es gefallen", erinnert sich der Dittersbacher. Er fährt auch zu anderen Rennveranstaltung in Deutschland, Österreich und Tschechien. "Straßenrennen im kleinen Rahmen, wie hier in Frohburg, sind am besten", steht für ihn fest. Seit 2008 kommt er jedes Jahr, stets mit seinem alten Schulfreund Frieder Otto, der 1984 erstmals dabei war.

"Uns gefällt Motorsport", erklärte Tino Wehner aus Stolpen, der mit seinem Sohn Louis die Rennen verfolgte, das dritte Jahr hintereinander sind sie dabei gewesen. Fachmännisch urteilte der Achtjährige: "Die Motorräder sind cool, sie haben einen coolen Sound." Seinem Vater gefällt, dass er hier Freunde treffen kann, wie die beiden Dittersbacher, auch das Drumherum sei okay und die Anfahrt nicht so weit.

Seit 30 Jahren Stammgast ist Lutz Schorradt aus Cottbus. 1983 hatte der damals 22-Jährige beim Schleizer Dreieckrennen ein Plakat von Frohburg gesehen, kam her und ist seitdem jedes Jahr neu begeistert. "Das ist eine ganz eigene Atmosphäre hier, mit anderen Rennen nicht zu vergleichen, man kennt die Fahrer, ist mitten im Fahrerlager", schwärmt der Cottbusser, der sich am Rennwochenende jeweils mit einem guten Dutzend anderer Rennfreunde aus den gesamten neuen Bundesländern trifft. Viele auswärtige Besucher zelten zwischen den beiden Renntagen - der Frohburger Helmut Lietsch konnte früher, als die Streckenführung noch anders war, das Rennen von seinem Grundstück aus verfolgen. "Das war immer interessant. Da kamen Bekannte, es wurde gerostert, und man kannte Rennfahrer persönlich", erzählte der Frohburger, selbst MSC-Mitglied, der sich gestern auch Rennen anschauen wollte.

Lob für die Veranstaltung kommt aber auch von den Fahrern. "Es ist gut hier, ich fühle mich willkommen, habe viele Freunde hier", erzählte Paul Shoesmith, der in Großbritannien, in der Nähe von Manchester, zu Hause ist. Das vierte Jahr startete er gestern in Frohburg. Weil es Probleme mit der Bremse seiner Maschine gab, hatte er beim Rennen im Vorjahr einen Unfall, wurde zwei Wochen in der Bornaer Heliosklinik behandelt - "ein sehr gutes Krankenhaus", lobte er. Wieder an den Start zu gehen, sei für ihn keine Frage gewesen.

Gern beim Dreieckrennen ist auch Georg Fröhlich, der aus Carsdorf bei Wechselburg stammt. "Ich liebe den Straßenrennsport, hier ist es familiär und schön", erklärte der 25-Jährige. Er ist insgesamt vier Rennen gefahren, war schon Sonnabendabend sehr zufrieden mit seinem ersten Platz in der 600er Klasse, hatte im Geheimen auf den Sieg gehofft. "Ich weiß, was ich kann und habe inzwischen die nötige Reife dafür", so der Sportler, der Rennmotorräder fährt, seit er 14 ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.09.2013

Inge Engelhardt

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