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Borna Frosch hat sich Natur zurückerobert
Region Borna Frosch hat sich Natur zurückerobert
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16:10 19.05.2015
Vom Hochwasser Anfang Juni hat sich die Gartensparte weitgehend erholt. Quelle: Olaf Becher

Fast überall grünt und blüht die Anlage wieder. Der Verein wartet allerdings noch auf Finanzhilfen bei der Regulierung von Flutschäden. Zudem haben fünf Pächter aufgegeben, so dass auf Neuzugänge gehofft wird.

Mit 180 Parzellen ist die Groitzscher Kleingartenanlage "Erholung" die größte ihrer Art in der Schusterstadt. Sie erstreckt sich vom Poetenweg über die Mühlstraße und den alten Bahndamm bis hin zum Sportplatzgelände. Inzwischen im 55. Jahr ihres Bestehens, wird sie von allen nur "Der Frosch" genannt. Die Schollen von 300 bis 400 Quadratmeter laden zum Erholen ein und sind vorwiegend zur Selbstversorgung der Kleingärtner mit Obst und Gemüse von Bedeutung. Auch Ein-Euro-Jobber eines Leipziger Vereins bewirtschaften in einer Kooperationsvereinbarung hier Land, um gemeinnützige Einrichtungen zu versorgen. Allerdings kämpft die Gartensparte mit einem immer höher werdenden Altersdurchschnitt ihrer Pächter, welcher derzeit bei über 60 Jahren liegt. Zudem stehen etwa 20 Parzellen leer und warten auf neue Besitzer.

Ein Grund dafür war vor allem das jüngste Hochwasser Anfang Juni, das die Sparte hart getroffen hatte. Bis auf einen Garten stand alles unter Wasser, teils bis zu einem Meter. Die angebauten Speisepflanzen sowie ein Großteil des Inventars der Lauben mussten danach entsorgt werden. Es war wie ein Neuanfang, der allen Hobbygärtnern enorme Anstrengungen abverlangte. Auch das Vereinsheim mit der Gaststätte "Zum Frosch" musste saniert werden. Fußboden, Paneelverkleidung im Innenraum sowie Putz und Farbe von außen wurden inzwischen erneut machen und das Haus wieder zu einem ansehnlichen Aushängeschild. Mit den Kosten ist der Verein in Vorleistung gegangen. Insgesamt beläuft sich der Schaden, für den Flutgelder beantragt wurden, auf rund 33 000 Euro.

"In der Katastrophe haben alle gut zusammengestanden", lobt Marco Lindau, der seit 2010 als Vorstandsvorsitzender agiert. "Ein großes Dankeschön an alle Helfer und die Stadtverwaltung für die unkomplizierte Unterstützung." Doch fünf Pächter gaben nach dieser noch nie dagewesenen Flut ihre Gärten auf. Nun werden für die 20 leer stehenden Parzellen, die derzeit von den Mitgliedern weitgehend in Schuss gehalten werden, neue Besitzer gesucht. "Die Gärten sind kostenlos verfügbar. Unser Mitgliedsbeitrag liegt momentan bei 40 Euro im Jahr", wirbt Lindau. Er will vor allem junge Familien mit Kindern ansprechen. Interessenten können sich an den Schaukästen des Vereins informieren, erklärt der 39-Jährige.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.08.2013

Olaf Becher

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