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Frühere Torgauer Oberbürgermeisterin will Vizechefin in Borna werden

Beigeordneten-Wahl Frühere Torgauer Oberbürgermeisterin will Vizechefin in Borna werden

Im Bornaer Rathaus könnte es bald eine Damen-Doppelspitze geben. Dann nämlich, wenn Andrea Staude zur neuen Bürgermeisterin/Beigeordneten werden würde. Die hatte in Torgau die Bürgermeisterwahlen verloren

Andrea Staude will Beigeordnete in Borna werden.

Quelle: Gerd Tiedke

Borna. Im Bornaer Rathaus könnte es bald eine Damen-Doppelspitze geben. Dann nämlich, wenn Andrea Staude zur neuen Bürgermeisterin/Beigeordneten würde. Die 54-Jährige mit SPD-Parteibuch ist eine der namhaftesten Bewerber um den Posten, den der bisherige Amtsinhaber Frank Stengel (parteilos) im November räumen musste, weil seine Amtszeit zu Ende gegangen war. Staude darf als politisches Schwergewicht gelten. Sie war bis zum Sommer 14 Jahre lang Oberbürgermeisterin in Torgau, wo sie ihrer 32-jährigen Herausfordererin Romina Barth mit 37 Stimmen denkbar knapp unterlag.

Staude, deren Traumberuf einst Kinderärztin war und die später bis zur Wende als Bauingenieurin in einem Leipziger Betrieb arbeitete, ist gebürtige Torgauerin. Seit dem Einheitsjahr 1990 ist sie SPD-Mitglied, war Stadträtin in ihrer Heimatstadt und seit 2001 Rathauschefin. Der Abschied vom Torgauer Rathaus muss ihr, verständlicherweise, an die Nieren gegangen sein. Immerhin, erklärte sie auf LVZ-Anfrage, sei es in ihrer Amtszeit gelungen, die Torgauer Innenstadt zu entwickeln. Bleibt die Frage, was die Bürgermeisterkandidatin von Borna weiß. „Jede Stadt hat Vor- und Nachteile.“ Dass sich Rathausspitze und nennenswerte Teile des Stadtrates nicht gerade in inniger Verbundenheit zueinander hingezogen fühlen, hat sie mitbekommen. Deshalb sei es vielleicht gut, „dass jemand von außen kommt“. Borna und Torgau seien insofern vergleichbar, als dass beide Städte etwa 20.000 Einwohner zählen.

Auch Vorgänger Frank Stengel hat sich beworben

Auch Vorgänger Frank Stengel hat sich beworben.

Quelle: Andre Kempner

Staude ist eine von zahlreichen Interessenten für den zweitwichtigsten Bornaer Job. Beworben haben sich darum auch der vormaliger Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Stieler (parteilos/CDU-Fraktion), die Vorsitzende der Freien Wähler Borna (FWB), Katrin Weber, und der bisherige Bürgermeister Stengel. Von dem heißt es, er habe sich im November von seinen Mitarbeitern im Bornaer Rathaus so verabschiedet, als nehme er lediglich eine kleine Auszeit und komme wieder. Die aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat sprechen allerdings nicht dafür. Weder CDU noch Bürger für Borna/Freie Wähler Borna haben erkennen lassen, dass sie eine Fortsetzung von Stengels Amtszeit wünschen. Andererseits hat Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) immer wieder signalisiert, dass weder Weber noch Stieler zu ihren Wunschkandidaten für den Posten an ihrer Seite zählen. Und als Rathauschefin hat sie durch das sächsische Kommunalgesetz ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Gegen ihren erklärten Willen, offiziell Einvernehmen genannt, geht nur etwas mit Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtrat.

Was auch für den SPD-Stadtrat Michael Zurbrügg gilt, der sich ebenfalls für den Beigeordnetenposten beworben hat. Neben Staude ein weiterer SPD-Kandidat.. Es steht zu vermuten, dass die Bewerberin aus Nordsachsen den einheimischen SPD-Mann aussticht, so dass deren Kandidatur nicht unrealistisch erscheint. Wobei es dann darauf ankäme, dass neben den sieben Linken-Stadträten auch die sechs Mitglieder der SPD/FDP-Fraktion für Staude votieren würden. Das ist nicht immer der Fall, würde aber mit der Stimme der Oberbürgermeisterin bei der Wahl im Stadtrat dazu führen, dass es tatsächlich eine Mehrheit jenseits von CDU und BfB/FWB gäbe. Und damit womöglich eine Bürgermeisterin Staude.

Die würde auch im Falle ihrer Wahl weiter in ihrer Heimatstadt wohnen. Eine direkte Fahrt mit der S-Bahn von Torgau nach Borna ist nach dem Fahrplanwechsel nicht mehr möglich. „Da würde ich mir sicher ein Zimmer in Borna nehmen“, sagt Staude.

Von Nikos Natsidis

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