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Borna Früherer Hort in Pegau wird Ersatz-Krippe
Region Borna Früherer Hort in Pegau wird Ersatz-Krippe
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18:46 26.10.2018
Ein Scheck für die Sanierung des Pegauer Horts nach dem Hochwasser 2013: Axel Bobbe (M.) vom Rotary-Club „Leipzig-Alte Börse“ übergibt ihn an Leiterin Andrea Galozi und den damaligen Bürgermeister Peter Bringer. Quelle: Thomas Kube
Pegau

In wenigen Wochen soll eine Kinderbetreuung an den Pegauer Schützenplatz zurückkehren. Ein Krippenbereich wird dort einziehen, wo der Hort für die Grundschüler mehr als vier Jahrzehnte zu Hause gewesen war. Nach Hochwasserschaden und Ersatzneubau in der Innenstadt hatte er im Februar 2017 das Domizil verlassen. Für die Neubelegung hat der Stadtrat auf seiner Sitzung am Donnerstagabend wesentliche Arbeitsaufträge vergeben.

Genehmigung für Hortumbau liegt vor

Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) sprach von einer steigenden Geburtenrate und Zuzügen, die mehr Betreuungsplätze erfordern. Eigentlich wollte Pegau seinen Bedarf mit der neuen Kindertagesstätte „Regenbogen“ decken, die in der Straße Vorwerk entstehen soll. Dort ist nach zweifacher Anhebung vorgesehen, bis zu 30 Krippen- und 60 Kindergartenkinder aufzunehmen. Doch das Projekt zieht sich hin. „Für eine Übergangszeit wollen wir deshalb das Hauptgebäude des früheren Hortes ertüchtigen. Die Baugenehmigung liegt bereits vor“, so Rösel.

Für beide Aufträge nur je ein Angebot

Bei der beschränkten Ausschreibung wurden für beide Lose je drei Unternehmen einbezogen. Doch gingen nur je ein Angebot ein, sagte Bauamtsleiter Gunther Grothe den Abgeordneten. Demnach wird die einheimische Firme Thrandorf die Sanitärinstallation für 36 000 Euro übernehmen. „Dabei wird eine komplett neue Toilettenanlage installiert“, so Grothe auf Anfrage. Was nicht nur mit der geringeren Größe der Kinder, sondern vor allem damit zu tun hat, dass die frühere Küche dafür genutzt wird.

Für die malermäßige Instandsetzung sorgt der Betrieb Heinrich Schmidt aus Markranstädt. Ebenfalls rund 36 000 Euro schlagen dafür zu Buche. „Wobei hier mehr Arbeiten drin sind, Ausbesserungen bei Trockenbau, Innentüren, Fußbodenbelag, wenn nötig“, zählte der Bauamtsleiter auf. Beginnen sollen die Unternehmen am 5. November. „Vielleicht klappt es ja schon in der nächsten Woche.“

Ersatz-Krippe soll am 20. Dezember fertig sein

Von der Verwaltung seien schon weitere Aufträge erteilt worden, damit das Außengelände in Ordnung gebracht und Spielgeräte sowie eine Zaun aufgestellt, aber auch Mobiliar und Spielzeug angeschafft werden können. Grothe strebt an, dass die Ersatz-Krippe am 20. Dezember fertiggestellt ist. „Dann müssen wir sehen, wie schnell wir die Betriebserlaubnis erhalten.“ Er rechnet mit Gesamtkosten von rund 170 000 Euro. Dafür sollen 24 Plätze eingerichtet werden.

Kritik: Betreuungsproblem für viele Familien

Stadtrat Silvio Bringer (Wählervereinigung Pro Pegau) sprach von einer großen Not für Eltern mit kleinen Kindern. „Viele Familien hängen in den Seilen, sie brauchen Kita-Plätze.“ Schon 2015 seien erste Gespräche geführt worden, das Areal am Vorwerk für eine neue Einrichtung zu nutzen. „Aber es gibt immer noch keinen Bauantrag“, beklagte er. Und wollte wissen, ob mit dem alten Hort und dem „Regenbogen“ der Bedarf gedeckt wird.

Neubau erfüllt Bedarfsplanung bis 2027

Laut Guido Voigt, Amtsleiter Finanzen und Soziales, werde damit die Bedarfsplanung bis 2027 erfüllt. „Allerdings gibt es immer Ungewissheiten, wir sind ja nicht in die Familienplanung mit eingebunden.“ Und die Einrichtung in Elstertrebnitz, die mit genutzt werde, spiele auch eine Rolle; dort ist eine Erweiterung vorgesehen. Bauamtsleiter Grothe ergänzte, dass etwa acht Plätze beim Umbau der Kita Wiederau hinzukommen. „Und dann ist vielleicht doch eine dauerhafte Nutzung am Schützenplatz möglich.“ Von Jugendamtsseite sei das wohl kein Problem. Aber die Untere Wasserbehörde im Landratsamt sträube sich wegen der Lage im Hochwassergebiet.

Alter Hort vor fünf Jahren geflutet

Der Hort war bei der Flut 2013 untergegangen und für 275 000 Euro instand gesetzt worden; später war an der Ecke Schulstraße/Vorwerk neu gebaut worden.

Von Olaf Krenz

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