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Borna Frühjahrsputz – fleißige Helfer säubern zwei Bornaer Kirchen
Region Borna Frühjahrsputz – fleißige Helfer säubern zwei Bornaer Kirchen
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00:33 15.03.2018
Frühjahrsputz in Bornaer Kirchen. Fleißige Helfer: Dorothea Müller (v. l.), Udo Hackenberg, Christina Staude, Andreas Paasch und Jens Staude. Quelle: Foto: Bert Endruszeit
Borna

Frühjahrsputz – was in diesen Tagen in so manchem Haushalt ein wichtiges Thema ist, beschäftigt auch die Kirchgemeinden. In der Bornaer Marien- und in der Emmauskirche wurde am Sonnabend gemeinsam geputzt. Kleiner Wermutstropfen: Die Zahl der Helfer war sehr überschaubar, gerade mal eine Handvoll von ihnen machte die beiden Kirchen frühlingsfein. Andreas Paasch, seit 1991 als Hausmeister für die beiden Gotteshäuser verantwortlich, weiß jedoch, woran es liegen könnte. „Der Beruf frisst die Leute oft auf. Da wollen dann viele am Wochenende wirklich mal ausspannen und einfach nur die Tür hinter sich zumachen.“ Außerdem habe es in diesem Jahr etliche Leute erwischt, die Grippewelle sei kein leeres Wort. „Einige, auf die wir uns immer verlassen können, sind leider krank.“ Das gelte beispielsweise auch für Anni Heydrich, die sich in der Kirchgemeinde um viele kleine und große Dinge kümmert. „Sie ist der sprichwörtliche gute Geist, auf sie ist immer Verlass“, sagt Paasch.

So blieb es diesmal ein kleiner Kreis, der zum Beispiel mit Staubwedel und Wischtuch Kirchenbänke putzte. Paasch: „Das ist die tiefgründige Putzaktion, wofür sonst die Zeit fehlt.“ Mit großer Akribie verhalf Dorothea Müller dem Kirchengestühl zu neuem Glanz. „Immer wenn es passt, bin ich mit dabei.“ Kantor und Kirchenmusikdirektor Jens Staude kümmerte sich um die Königin der Instrumente. „An die Orgel möchte ich niemanden sonst heranlassen“, sagt er. Und so reinigte er ganz allein Spieltisch, Pedale, Stühle und den Fußboden. „Ins Instrument hineinklettern muss ich aber nicht. Das ist etwas für eine Generalreinigung, die aber nur alle 20 bis 25 Jahre gemacht werden muss. Dabei werden dann auch die Pfeifen ausgebaut.“ Regelmäßig muss er auch schauen, ob nicht irgendwo Putz auf die Orgel rieselt. „Doch seit der Kirchensanierung ist das glücklicherweise kein Thema mehr.“

Gästeführer Udo Hackenberg kümmerte sich um die Emmauskirche. „Die hat so viele Ecken und Winkel, da finden sich dann überall Spinnweben.“ Glücklicherweise seien Holzwürmer kein Thema mehr, seit diese vor rund sechs Jahren fachmännisch bekämpft wurden. Über einen mangelnden Besucherzuspruch müsse sich die Emmauskirche nicht beklagen. „Jährlich haben wir rund 6000 Gäste, das merke ich auch an den Flyern, die hier mitgenommen werden.“ Mittlerweile kommen Besucher selbst aus Mexiko, Papua-Neuguinea oder Simbabwe. „Die Kirche ist wirklich weltweit bekannt. Ich bin selbst Leuten begegnet, die vorher noch nie etwas von Leipzig gehört hatten und über die Emmauskirche zum ersten Mal mit unserer Region in Kontakt kamen.“ Hackenbergs Fazit: Die Gelder für den damaligen Transport der Kirche nach Borna und die folgende Restaurierung seien genau richtig ausgegeben worden. „Der weltweite Werbeeffekt ist einfach unbezahlbar.“ Die Emmauskirche zieht auch fast genau zehn Jahre nach ihrer Einweihung am neuen Standort immer wieder Besucher in ihren Bann. „Letztens hatte ich eine Schulklasse hier, die sonst viel Lärm macht. Doch hier wurden alle Kinder ganz brav und ruhig“, zeigt sich Hackenberg begeistert – und putzt noch ein paar Spinnweben weg.

Von Bert Endruszeit

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