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Fünf Bewerber für Kämmerer-Posten in Pegau – Auflagen vom Landratsamt

Neuer Anlauf Fünf Bewerber für Kämmerer-Posten in Pegau – Auflagen vom Landratsamt

Die Besetzung der offenen Stelle an der Spitze der Pegauer Kämmerei geht in eine neue Runde. Erneut stehen Gespräche mit mehreren Bewerbern für die Kämmerei-Stelle an. Am Dienstag, 1. März, sollen sich drei von nun fünf Kandidaten den Fragen des Auswahlgremiums der Kommune und eines Landratsmitarbeiters stellen.

Wer kommt als Finanzchef rein ins Pegauer Rathaus? Der vorherige Kämmerer Frank Rösel ist jetzt Bürgermeister.

Quelle: Peter Krischunas

Pegau. Die Besetzung der offenen Stelle an der Spitze der Pegauer Kämmerei geht in eine neue Runde. Erneut stehen Gespräche mit mehreren Bewerbern für die Kämmerei-Stelle an. Am Dienstag, 1. März, sollen sich drei Kandidaten den Fragen des Auswahlgremiums der Kommune und eines Landratsmitarbeiters stellen. Laut der Kommunalaufsicht waren fünf Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen worden, zwei hatten jedoch abgesagt. „Das Landratsamt wirkt am Auswahlverfahren mit, indem ein Vertreter an den Auswahlgesprächen teilnimmt und dort Fragen zur Doppik stellt“, erklärte Brigitte Laux, Sprecherin der Behörde.

Wie die LVZ berichtete, musste der Stadtrat in seiner letzten Sitzung Anfang Februar den bereits eingestellten Kämmerer Guido Voigt wieder entlassen, das Auswahlgremium neu zusammensetzen und zudem das gesamte Verfahren seit Eingang der ersten Bewerbungen neu aufrollen. Diese Vorgaben hatte die Stadt von der Kommunalaufsicht bekommen, nachdem angeprangert worden war, dass Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) Vorsitzender des Gremiums war, sich sein Neffe für den Posten beworben hatte und dieser letztlich vom Stadtrat als Kämmerer bestätigt worden war. Schon im September vergangenen Jahres hatte der Rat den Beschluss zugunsten von Voigt gefasst, im Januar hatte dann das Landratsamt von den Vorgängen erfahren und daraufhin die Auflagen erteilt.

Den Vorsitz des Auswahlgremiums hatte daraufhin der stellvertretende Bürgermeister Horst Wiligalla übernommen. „Fünf Bewerber hatten wir eingeladen, von denen kommen drei am Dienstag“, erklärte er. Er hoffe, dass sich dann der beste Kandidat finden werde. „Es wird Zeit, dass die Stelle besetzt wird, die Stadt braucht ja dringend einen Haushalt“, machte er deutlich. Eine weitere Verzögerung von mehreren Wochen könne die Stadt in die Bredouille bringen.

Wie berichtet, hatte es Kritik wegen der Neubesetzung des Gremiums bei der letzten Stadtratssitzung Anfang Februar von der Opposition gegeben. Sie hatte den Antrag eingereicht, entweder eine externe Personalagentur mit dem Verfahren zu betrauen oder aber das Gremium um jeweils ein Mitglied aus allen Fraktionen zu ergänzen. Das war mehrstimmig vom Rat abgelehnt worden. Ein Grund für den Antrag von Reinhard Döring (SPD), Peter Kretschmer (CDU), Carsten Iwan vom Siedlerverein Rodeland/Kitzen und Andreas Heimann (SPD) war, dass sie Wiligalla für befangen halten. Das sieht das Landratsamt allerdings anders. „Zum derzeitigen Zeitpunkt wird von Seiten der Rechtsaufsicht davon ausgegangen, dass keine Befangenheit vorliegt“, teilte Laux mit. Die Aussagen, die Wiligalla gegenüber Heimann, der sich ebenfalls um den Posten beworben hatte, getroffen habe, seien „nicht dazu geeignet, eine Befangenheit festzustellen. Eine solche Meinungsäußerung unterliegt den üblichen Auseinandersetzungen in einem Stadtrat und ist vom politischen Gegner hinzunehmen“. Wie Laux weiter erklärt, werde von Seiten der Rechtsaufsicht davon ausgegangen, dass die Durchführung des zweiten Auswahlverfahrens mit dem stellvertretenden Bürgermeister ordnungsgemäß ablaufen wird.

Heimann gehört mit Voigt und einem dritten Bewerber zu denjenigen, die zum morgigen Gespräch eingeladen sind und Ambitionen auf den Job hegen. Doch für ihn steht jetzt im Fokus, so betont er, „dass der Stadtrat den besten Bewerber findet“. Das gesamte Verfahren müsse jetzt so schnell wie möglich abgeschlossen werden – „und das sage ich als Stadtrat“. Vorrangig gehe es zudem darum, den „emotionalen Aspekt“ aus der Situation herauszunehmen.

Von Julia Tonne

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