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Borna Für Aldi kein zweiter Kreisverkehr
Region Borna Für Aldi kein zweiter Kreisverkehr
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12:01 20.05.2018
An der Ecke Sachsenallee/Leipziger Straße in Borna soll ein neuer Aldi-Markt entstehen. Quelle: Andreas Döring
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Borna

Zwar hat der Bornaer Stadtrat auf seiner letzten Sitzung die Weichen für die Ansiedlung des Discounters Aldi an der Kreuzung Sachsenallee/ Leipziger Straße grundsätzlich gestellt. Und bereits im Vorfeld gab es Klarheit darüber, dass der Abriss eines Wohnblocks im benachbarten Hochhausviertel entgegen vorhergehenden Gerüchten nicht mehr zur Debatte steht.

Wie kommt der Aldi-Kunde mit dem Auto zum Markt?

Unklar bleibt allerdings bisher, wie ein weiteres Problem, dass die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes und in dessen Gefolge auch eines Drogeriemarktes mit sich bringt, verkehrstechnisch zu lösen ist. Anders gesagt handelt es sich um die Frage, wie der Aldi-Kunde mit dem Auto auf das Einkaufsareal kommt.

Das ist insofern kompliziert, als es sich bei der Leipziger Straße und der Sachsenallee um Bundesstraßen mit entsprechendem Verkehrsaufkommen handelt. Ein Kreisverkehr, wie ursprünglich angedacht, scheint jedenfalls vom Tisch, wie Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) klarmacht. „Das geht nicht“ – und zwar deshalb, weil bereits ein Kreisverkehr am Zusammenfluss von Leipziger und Geschwister-Scholl-Straße geplant ist.

Landesamt: „Hochbelastete Bundesstraße“

Ein wesentliches Wort in dieser Frage hat dabei das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) mitzureden. Dessen Sprecherin Isabel Siebert erklärt auf LVZ-Anfrage, es handle sich bei der Sachsenallee und der Leipziger Straße um eine „hochbelastete Bundesstraße“.

Um die Frage der Erschließung des künftigen Aldi-Marktes, dessen Errichtung die Schließung der beiden vorhanden Aldi-Märkte in der Lobstädter und der Lausicker Straße zur Folge hätte, sei es auch bei einem Gespräch mit den Aldi-Planern gegangen.

„Grundsätzlich sind Zufahrten innerorts und damit Änderungen der Verkehrsanlagen aufgrund von Ansiedlungen möglich“, erklärt die Lasuv-Sprecherin weiter.

Bebauungsplan muss geändert werden

Dabei gehe es aber neben der Frage nach Übernahme der entsprechenden Kosten auch um „die sichere und leistungsfähige Abwicklung des Verkehrs der öffentlichen Straßen und der neuen Zufahrt.“ Und weiter: Daran bestünden bei der von den Aldi-Planern vorgeschlagenen Variante, den Fahrzeugverkehr vollständig über die Hauptkreuzung Leipziger Straße/Sachsenallee zu leiten, „erhebliche Zweifel“.

Ohnehin setzt die Ansiedlung des Discounters am avisierten Standort eine Änderung des derzeitigen Bebauungsplanes voraus, wie Oberbürgermeisterin Luedtke sagt. Das dauere in der Regel ein Jahr. Bezahlen müsste diese Änderung der Besteller, also letztlich Aldi. Luedtke: „Das ist so üblich.“

Von Nikos Natsidis

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